Der Frankfurter Auschwitz-Prozess und seine Folgen

  • Samstag, 29. August 2015, 13:03 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Samstag, 29. August 2015, 13:03 Uhr, Radio SRF 4 News
  • Wiederholung:
    • Samstag, 29. August 2015, 15:03 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Sonntag, 30. August 2015, 10:33 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Sonntag, 30. August 2015, 13:33 Uhr, Radio SRF 4 News

Es war der aufsehenerregendste Prozess zum Holocaust, der in der Bundesrepublik Deutschland stattfand: Der erste Frankfurter Auschwitz-Prozess von 1963 bis 1965. Vor 50 Jahren war die Urteilsverkündung, die weitreichende juristische Folgen hatte.

Der Gerichtssaal in Frankfurt bei der Eröffnung des Auschwitz-Prozesses am 20. Dezember 1963.
Bildlegende: Ein Prozess mit weitreichenden Folgen: Am 20. Dezember 1963 begann in Frankfurt der Auschwitz-Prozess. Keystone

Am 19. Und 20. August 1965 verkündete das Schwurgericht in Frankfurt die Urteile in der «Strafsache gegen Mulka und andere», wie der Prozess hiess. Von den 20 Angeklagten wurden 6 zu einer lebenslanger Haftstrafe verurteilt und 11 Angeklagte zu Haftstrafen zwischen dreieinhalb und 14 Jahren. Der Angeklagte wurden freigesprochen.


Der Prozess fand damals ein riesiges Medien-Echo. Erstmals erfuhr eine breite Öffentlichkeit in Deutschland detailliert von den nationalsozialistischen Verbrechen, von der Vernichtung der Juden in Auschwitz. Und die Urteile im Auschwitz-Prozess hatten weitreichende juristische Folgen für die Verfolgung von Nazi-Verbrechern.

Gast in der Zeitblende ist Werner Renz, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fritz-Bauer-Institut in Frankfurt. Er forscht seit Jahren zum Auschwitz-Prozess und der juristischen Aufarbeitung des Holocaust.

Moderation: Lukas Mäder