«Die Menschen haben Viehfutter gegessen»

  • Samstag, 21. Mai 2016, 13:03 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Samstag, 21. Mai 2016, 13:03 Uhr, Radio SRF 4 News
  • Wiederholung:
    • Samstag, 21. Mai 2016, 15:03 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Sonntag, 22. Mai 2016, 2:33 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Sonntag, 22. Mai 2016, 10:33 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Sonntag, 22. Mai 2016, 13:33 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Sonntag, 22. Mai 2016, 16:33 Uhr, Radio SRF 4 News

Das Jahr 1816 ist als «Jahr ohne Sommer» in die Schweizer Geschichtsbücher eingegangen. Vielerorts hat es den ganzen Sommer lang geregnet und war aussergewöhnlich kalt. Die Ernte fiel buchstäblich ins Wasser. Es folgte die letzte grosse Hungerkrise auf dem Gebiet der heutigen Schweiz.

Der Historiker Daniel Krämer im Studio von Radio SRF
Bildlegende: Der Historiker Daniel Krämer zu den Folgen der Hungerkrise von 1816/1817 SRF

Der verregnete Sommer 1816 vernichtete den grössten Teil der Ernte und rasch stiegen die Preise für Grundnahrungsmittel wie Getreide um bis zu 500 Prozent. Für die grosse Masse der damaligen Bevölkerung waren Lebensmittel schlichtweg zu teuer. «Die Menschen waren gezwungen auf andere Nahrungsmittel wie Gras oder Wurzeln auszuweichen», erklärt der Historiker Daniel Krämer in der Sendung «Zeitblende». Daniel Krämer hat die Hungerkrise von 1816/1817 erforscht und dazu das Buch «Menschen grasten nun mit dem Vieh» heraus gegeben.
In der «Zeitblende» zeigt Daniel Krämer auch auf, was sich im Nachgang der Hungerkrise von 1816 alles verändert hat und weshalb die Schweiz fortan von grossen Hungerkrisen verschont blieb.

Autor/in: Matthias Heim, Moderation: Matthias Heim