Blatter will Auswärtstor-Regel überdenken

In einer Kolumne hat FIFA-Präsident Joseph Blatter Kritik an der Auswärtstor-Regel geübt und Gespräche über eine Reform gefordert. Seiner Meinung nach begünstigt die aktuelle Konstellation das Team, das im Rückspiel auswärts antreten darf.

Joseph Blatter blickt über eine Glasscheibe an der WM in Brasilien

Bildlegende: Joseph Blatter will eine Diskussion über die Auswärtstor-Regel anregen. EQ Images

«Faktisch begünstigt diese Regel jene Mannschaft, die im Rückspiel auswärts antreten darf. Man muss das System zu überdenken», forderte Joseph Blatter in seiner Wochenkolumne im FIFA-eigenen Magazin The Weekly.

Keine Entscheidungs-Kompetenz

Aktuell habe das Auswärtsteam im 2. Spiel 30 Minuten mehr Zeit, ein Auswärtstor zu erzielen. Im Hinspiel sei schliesslich keine Verlängerung möglich. «In diversen Wettbewerben wurde dieses Ungleichgewicht aus der Welt geräumt», sagte Blatter. Beispielsweise sei die Auswärtstor-Regel bei den Aufstiegs-Playoffs in England oder in der amerikanischen Major League Soccer bereits abgeschafft.

Da das Reglement jedoch ein Konstrukt der UEFA ist, hat Blatter als FIFA-Präsident keine Entscheidungs-Kompetenz in dieser Frage.