Sions Achtelfinal-Traum geplatzt

Die Sechzehntelfinals der Europa League bedeuten für den FC Sion Endstation. Nach der 1:2-Niederlage im Hinspiel müssen sich die Walliser auswärts in Braga mit einem 2:2 begnügen. Das Ausscheiden ist äusserst bitter.

Vorzuwerfen hatten sich die Sittener wenig. Das Team von Coach Didier Tholot kämpfte aufopferungsvoll und hätte sich ein Weiterkommen verdient. Am Schluss fehlte aber das eine wichtige Tor, um den Einzug in die Achtelfinals perfekt zu machen. Dabei hatte Sion grosses Pech. In der Nachspielzeit prallte der Schuss von Vincent Rüfli an die Latte.

Es wäre der verdiente Lohn für eine gute Leistung gewesen. Braga war zwar über weite Strecken das bessere Team, die Sittener forderten den Portugiesen aber alles ab.

Gekas trifft doppelt

Von der schlechten Ausgangslage nach dem 1:2 im Heimspiel liessen sich die Walliser nicht verunsichern. Zur Pause war das Handicap ausgemerzt. Dabei bewies vor allem einer seine Qualitäten: Theofanis Gekas. Der im Winter verpflichtete Grieche erzielte seine ersten beiden Treffer für Sion.

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Gekas bringt Sion mit der Hacke in Führung

0:45 min, vom 24.2.2016

Besonders sehenswert war Gekas' erster Streich. In der 16. Minute versenkte er den Ball akrobatisch mit der Hacke. Braga kam dank einem verwandelten Handspenalty von Josué zwar wenig später zum Ausgleich. Erneut war es aber Gekas, der mit seinem Abstauber-Tor nach einer halben Stunde die Sittener wieder in Führung brachte.

Sions Risiko nicht belohnt

Auch der neuerliche Ausgleich Bragas durch Nikola Stojiljković kurz nach der Pause brachte Sion nicht aus dem Konzept. Im Wissen, dass ein Treffer zum Weiterkommen reichen würde, riskierten die Gäste mehr und erspielten sich mehrere gute Chancen. Am Schluss fehlten bei Rüflis Schuss nur Zentimeter zum Glück.

Stimmen zum Spiel

  • Vincent Rüfli zu seinem Lattenschuss in letzter Sekunde: «So ist es im Fussball. Mal klappt es und dann wieder nicht. Wir haben zwei gute Spiele gezeigt und konnten uns viele gute Chancen erspielen. Aber leider hat es nicht gereicht.»
  • Trainer Didier Tholot: «Wir haben auch nach dem Hinspiel noch daran geglaubt. Ich bin stolz auf die Spieler. Leider hat uns im Abschluss das Glück gefehlt.»
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Vincent Rüfli zum unglücklichen Ausscheiden

0:40 min, vom 24.2.2016

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 24.02.16, 17:45 Uhr