Zum Inhalt springen

Europa League Thun muss sich Prager Dauerdruck beugen

Der FC Thun hat das Hinspiel in den Playoffs zur Europa League bei Sparta Prag mit 1:3 verloren. Die Niederlage ist aufgrund der Spielanteile verdient und hätte gar noch deutlich höher ausfallen können.

Legende: Video Thun vom 1:0 zum 1:3 abspielen. Laufzeit 4:48 Minuten.
Aus sportaktuell vom 20.08.2015.

Ein Auswärtstor ist das erklärte Ziel von Gästeteams in Hinspielen im Europacup. Bereits nach 5 Minuten hatte Thun dieses Ziel bei Sparta Prag erreicht. Nicola Sutter traf nach einer Flanke von Roman Buess zur Führung für die Berner Oberländer. Der Ball wurde von Prags Josef Husbauer noch abgelenkt.

Das 0:1 schien die Tschechen aber zu wecken. Nach einer Viertelstunde übernahm das Heimteam das Spieldiktat und schnürte die Thuner fortan in deren Spielhälfte um den Strafraum regelrecht ein. Mehrere Glanzparaden des starken Keepers Guillaume Faivre bewahrten das Team von Trainer Ciriaco Sforza vorerst vor einem Gegentreffer.

Doppelschlag vor der Pause

Kurz vor der Pause war das 1:1 dennoch Tatsache: Costa Nhamoinesu reagierte nach einem Corner von Borek Dockal am schnellsten und drückte das Spielgerät über die Linie. Nur zwei Minuten später lag Prag gar in Führung: Dockal zirkelte den Ball nach einem Abpraller in der Thuner Hintermannschaft herrlich ins Toreck.

Der Doppelschlag beflügelte die Prager auch nach dem Seitenwechsel. Sparta forcierte den Druck weiter und kam durch Kehinde Fatai (53.) und erneut Dockal (63.) zu weiteren guten Möglichkeiten. Erst in den letzten 20 Minuten konnte sich Thun aus der Umklammerung lösen, jedoch keine echte Torgefahr kreieren.

Ärgerliches Gegentor mit dem Schlusspiff

Das 1:2 hätte den Berner Oberländern alle Chancen auf den Einzug in die Gruppenphase gelassen - eben dank jenem frühen Auswärtstor. Doch Dockal - bester Spieler auf dem Platz - verwertete in der 94. Minute einen Freistoss aus 18 Metern in ähnlich schöner Manier wie bei seinem ersten Treffer.

Die Hypothek für Thun ist mit dem 1:3 deutlich grösser geworden. Nun müssen die Berner Oberländer im heimischen Stadion im Rückspiel am nächsten Donnerstag mindestens zweimal treffen, um ihre Träume von weiteren europäischen Auftritten nicht begraben zu müssen.

Sendebezug: SRF 3, Abendbulletin, 20.08.15, 21:00 Uhr

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von D.Schweizer, Thun
    Lieber Erwin Schirmer Danke für die Anerkennung. Thun-Fans sind von Beginn weg nicht vollkommen begeistert (gewesen) und mit jedem Tor mehr, dass sie kassieren, noch weniger. Mit seiner ehr arroganten Art, eckelt er uns auch ein wenig. Trotzdem will man ihm eine Chance geben. Die Aufgabe bkeibt nach Fischers-Abgang schwierig. Super gibt Sforza den Jungen eine Chance, aber seine Aufstellungen lassen oft Fragen offen. Bürki ist zudem kein geeigneter Spieler für Thun und passt da nicht rein.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Erwin Schirmer, 9043 Trogen
    .....obwohl ich kein FC Thun - Fan bin, verfolge ich immer mit grossem Interesse die Spiele von Thun - auch deshalb, weil sie mit einem eher kleinen Budget sehr viel erreichen. Das finde ich echt genial. Mit dem jetzigen Trainer habe ich kein gutes Gefühl.........braucht er einfach noch Zeit? Was denken Thuner Fans? Gerne ein paar Rückmeldungen. E.Schirmer
    Ablehnen den Kommentar ablehnen