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FIFA WM 2014 Garrincha - Der Dribbelkünstler mit den krummen Beinen

Noch heute gilt Garrincha als bester Rechtsaussen aller Zeiten. Mit Brasilien wurde der temporeiche Dribbelkünstler zweimal Weltmeister. Dass er überhaupt Fussball spielen konnte, kam einem Wunder gleich.

Mané Garrincha sprintet nach seinem Treffer an der WM 1966 mit langen Schritten über das Spielfeld.
Legende: Torschützenkönig An der WM 1962 schoss Garrincha Brasilien fast im Alleingang zum Weltmeistertitel. Keystone

Als Manoel Francisco dos Santos - so der eigentliche Name von Garrincha - 1933 im Urwald Brasiliens zur Welt kam, hätte niemand geglaubt, dass er einmal ein unverzichtbarer Teil der Selecao wird. Seine Beine waren deformiert, das linke O-Bein sechs Zentimeter kürzer als das rechte X-Bein.

Doch dank seiner Beharrlichkeit erhielt der «kleine Vogel» 1953 bei Botafogo seinen ersten Profivertrag. In der Nationalmannschaft sorgte er an der WM 1958 erstmals für Furore, als er seine Gegenspieler mit unnachahmlichen Zickzack-Läufen und überraschenden Zuspielen narrte. Vier Jahre später führte er Brasilien nach der Verletzung von Pele mit 4 Toren zum 2. WM-Titel und wurde zum besten Spieler des Turniers gewählt.

Bei der WM 1966 gelang Garrincha, der angeblich schon mit 10 Jahren dem Alkohol frönte, zwar noch ein Comeback, sein Meniskus war damals aber längst kaputt. Im Alter von 49 Jahren verstarb er völlig verarmt und als Alkoholiker in den Slums von Rio.

Legende: Video «WM 1962: Garrinchas Tore im Viertelfinal gegen England» abspielen. Laufzeit 0:49 Minuten.
Vom 27.05.2014.
Legende: Video «WM 1962: Garrinchas Tore im Halbfinal gegen Chile» abspielen. Laufzeit 0:39 Minuten.
Vom 27.05.2014.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Wie sehr dieser Spieler noch nachwirkte, zeigte sich auch bei mir selber, als ich vor 20 Jahren einen Kollegen, der Rechtsaussen spielte, als Garrincha bezeichnete, was ihm sehr schmeichelte. - In diesem Artikel wird aber unterschlagen, dass Garrincha im Final 1962 nicht spielberechtigt gewesen wäre, weil er im Halbfinal zusammen mit einem Chilenen vom Platz gestellt wurde. Während der Chilene gesperrt blieb, durfte Garrincha spielen - der Schiri hatte ihn im Rapport "vergessen".
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  • Kommentar von Thomas Ceskutti, Kloten
    GARRINCHA besser als alle -- wär er nicht so früh gestorben.
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