Maxi Rodriguez und Schweinsteiger: Wieder ein Wiedersehen

2006 endete der WM-Viertelfinal Deutschland - Argentinien mit einem Penalty-Sieg der Deutschen - und einer Rangelei. Mittendrin: Maxi Rodriguez und Bastian Schweinsteiger. Beide sehen sich im Final vom Sonntag wieder.

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Das Handgemenge 2006 in Berlin

0:30 min, vom 13.7.2014

30. Juni 2006: Wie eine Furie stürzt sich Maxi Rodriguez in den Spielerknäuel, der sich nach dem letzten - von Goalie Jens Lehmann gehaltenen - Penalty auf dem Rasen des Berliner Olympiastadions gebildet hat. Sein Zielobjekt: Bastian Schweinsteiger. Der Argentinier versetzt dem Deutschen einen Faustschlag in den Rücken - und wird später für zwei Partien gesperrt.

Am Sonntagabend kommt es 8 Jahre nach dem deutschen Viertelfinal-Sieg (4:2 n.P.) im Maracana-Stadion in Rio de Janeiro zu einem Wiedersehen. Zum zweiten Wiedersehen, um genau zu sein. 2010 standen sich beide Teams in Südafrika erneut im Viertelfinal gegenüber. Schweinsteiger und Maxi Rodriguez gehörten zur Startformation. Die Löw-Equipe siegte erneut (4:0), Schweinsteiger wurde zum «Man of the Match» gekürt und nach dem Schlusspfiff gab es keine besondere Vorkommnisse.

Der eine gesetzt, der andere ersetzt

Nun also das zweite Wiedersehen von Schweinsteiger und Maxi Rodriguez. Auf dem Feld dürften sie sich zu Beginn kaum in die Quere kommen. Während der Bayern-Spieler in der Löw-Elf gesetzt ist, kommt der Argentinier nicht über die Rolle des Ersatzspielers heraus. Der Offensivmann dürfte allerdings dann eingesetzt werden, falls die «Albiceleste» in Rückstand geraten sollte.

Die WM verlief für die beiden Spieler aus persönlicher Warte absolut gegensätzlich: Nachdem Schweinsteiger zum WM-Auftakt gegen Portugal zuschauen musste und gegen Ghana eingewechselt wurde, gehört der defensive Mittelfeldspieler seither zur Stammformation. Maxi Rodriguez hingegen wurde im Startspiel zur Pause ausgewechselt und kam danach nur noch in der Verlängerung des Halbfinals für 19 Minuten zum Zug.

«Können jeden schlagen»

Dass alte Ressentiments am Sonntagabend im Maracana noch eine Rolle spielen - davon ist nicht auszugehen. Schliesslich blieb es auch 2010 im und nach dem Spiel ruhig. Und wenn Maxi Rodriguez vor dem wichtigsten Spiel seines Lebens sagt «Wenn wir in Form sind, können wir jeden Gegner schlagen», dann meint er dies sportlich und nicht handgreiflich.