Peru und das Debakel von Rosario

Der Schweizer Nati-Gegner Peru hat 4 WM-Teilnahmen aufzuweisen. An Endrunden sorgte «La Blanquirroja» noch nie wirklich für Furore - dagegen bewegt die Partie gegen Argentinien an der WM 1978 die Gemüter bis heute.

Video «Fussball: WM 1978, Argentinies Kantersieg über Peru» abspielen

WM 1978: Argentiniens Kantersieg über Peru

1:00 min, vom 2.6.2014

Seit 1982 hat Peru an keiner WM-Endrunde mehr teilgenommen. Doch ohnehin ist es vor allem eine Partie, die den Südamerikanern heute noch anhaftet.

An der WM 1978 brauchte Argentinien nach dem 3:1 von Erzrivale Brasilien im (zeitlich vorgezogenen) Spiel gegen Polen einen Sieg mit 4 Toren Differenz. In Rosario gingen die Peruaner mit 0:6 ein, was dem Gastgeber den Final-Einzug am Heim-Turnier ermöglichte. «Es war der schlimmste Tag meines Lebens», so Perus damaliger Captain Hector Chumpitaz.

Komplott der Diktatur?

Bis heute tauchen immer wieder neue Verschwörungstheorien rund um dieses Spiel auf. So soll Argentiniens Militärdiktatur die Finger im Spiel gehabt haben.

Der argentinische Sportjournalist Ezequiel Fernandez Moores sagt im Spiegel: «Argentinien musste Weltmeister werden, wenn der erhoffte Propagandaeffekt zünden sollte.» Laut Perus Ex-Senator Genaro Ledesma wurde der Gast daher bestochen. Die Wahrheit wird wohl nie ans Licht kommen.