Romario - Enfant terrible trotz 1000 Toren

Obwohl er Tore am Laufmeter erzielte, war Romario nie unumstritten. Dies, weil der nicht einmal 1,70 Meter grosse Starstürmer gerne aneckte und keiner Konfrontation aus dem Weg ging. Auch heute noch.

Video «Fussball: Romario im Porträt» abspielen

Romario im Porträt

1:05 min, vom 30.5.2014

An der Seite seines kongenialen Sturmpartners Bebeto führte Romario die Selecao 1994 in den USA mit 5 Treffern beinahe im Alleingang zum Titel. Dabei hatte ihn Coach Carlos Alberto Parreira ursprünglich gar nicht mitnehmen wollen.

Der Trainer hatte genug von Romarios Disziplinlosigkeiten und verzichtete in der Qualifikation mehrfach auf die Dienste des Topstürmers. Erst als die WM-Teilnahme in ernsthafte Gefahr geriet, musste sich Parreira dem Druck beugen und den Goalgetter zurück ins Team holen.

Von Cruyff geadelt

Johan Cruyff, damals Trainer von Romario beim FC Barcelona, sagte nach dem Turnier: «Brasilien hätte die WM in den USA nicht gewonnen, wenn er nicht gespielt hätte.»

2008 beendete Romario seine Aktiv-Karriere, nachdem er über 1000 Pflichtspiel-Tore erzielt hatte. 2010 zog «Baixinho» (der Kurze) als Abgeordneter ins Bundesparlament ein, wo er noch immer das tut, was er - ausser Fussball spielen - am besten kann: Auf Konfrontationskurs gehen.

WM-Serie: Legenden der Selecao

Garrincha, Socrates, Zico, Pele: Brasilien hat zahlreiche legendäre Fussballer hervorgebracht. Bis zum WM-Start stellen wir Ihnen einige davon vor.