Nati: Erholung ohne Druck

Für die Schweizer Nationalmannschaft steht nach dem Einzug in die Achtelfinals die Erholung im Vordergrund. Nach zwei freien Tagen beginnt am Samstag dann die Vorbereitung auf das mit Spannung erwartete Spiel gegen Argentinien.

Nach dem Achtelfinal-Einzug ist bei der Nati Erholung angesagt.

Bildlegende: Regeneration Nach dem Achtelfinal-Einzug ist bei der Nati Erholung angesagt. Reuters

Der 3:0-Sieg der Schweiz gegen Honduras hat die Spieler in der Hitze von Manaus viel Energie gekostet. Deshalb steht bei der Nati derzeit die Regeneration im Vordergrund. Am Donnerstag absolvierten die Ersatzspieler von der Partie gegen Honduras in Porto Seguro eine kurze Einheit. Am Freitag geniesst das gesamte Team einen freien Tag.

Josip Drmic und Fabian Schär wirkten am Medientermin müde, aber erleichtert. «Der Druck auf unser Team war riesig», sagte Schär. «Das Erreichen der Achtelfinals war ja fast ein Muss, obwohl für ein kleines Land wie die Schweiz nicht mal die WM-Teilnahme selbstverständlich ist.» Mit dem Sieg gegen Honduras sei eine grosse Last vom Team gefallen.

Nicht einfach nur dabei gewesen

Dieser Meinung war auch Drmic. «Die Schweiz kann stolz auf uns sein», sagte der Stürmer. «Mit der Qualifikation für die Achtelfinals sind wir an der WM nicht einfach nur dabei, sondern haben etwas Grosses erreicht.» In der Tat: Erst zum vierten Mal seit Einführung der Gruppenphase 1950 hat eine Schweizer Nati die Vorrunde bei einer WM überstanden.

Diesen Erfolg verdankt die Nati weniger ihren spielerischen Fähigkeiten, sondern vielmehr ihrem grossen Willen. Bester Beleg dafür war der 2:1-Siegtreffer gegen Ecuador. Auch wie sich das Team nach der Schlappe gegen Frankreich aufgerappelt hat und im entscheidenden Spiel gegen Honduras unter schwierigen Bedingungen abgeklärt aufgetreten ist, verdient Anerkennung.

Eine riesige Aufgabe wartet

Spielerisch konnte die Schweiz noch nicht restlos überzeugen. Dies lässt darauf hoffen, dass das Team von Ottmar Hitzfeld nach wie vor Raum zu Verbesserungen hat. Gegen Argentinien erwartet Schär nun «eine riesige Aufgabe. Wir brauchen einen Top-Tag, um mit den Südamerikanern mithalten zu können.» Die Qualität dazu habe die Nati aber bestimmt.

Im Schweizer Team-Camp in Porto Seguro sind Argentinien und Superstar Lionel Messi bereits das Hauptthema. Die konkrete Vorbereitung auf den Achtelfinal beginnt für die Nati-Cracks am Samstag. Mit aufgeladenen Energietanks und ohne Druck möchte die Schweiz am nächsten Dienstag den grossen Favoriten zumindest ein wenig ärgern.

Sendebezug: SRF zwei, FIFA WM 2014 live, 25.6.14, 22:00 Uhr

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Honduras - Schweiz: Die Live-Highlights

5:36 min, aus FIFA WM 2014 live vom 26.6.2014