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Schweizer Nationalmannschaft Nati will den Teamgedanken stärken

Die Nati hat die Analyse der schwachen Darbietung gegen Frankreich abgeschlossen und konzentriert sich aufs kapitale Spiel gegen Honduras vom Mittwoch in Manaus. Verbessern will sich die Schweiz vor allem hinsichtlich Teamarbeit.

Schweizer Team.
Legende: Wieder zusammenfinden Für das entscheidende Gruppenspiel muss das Schweizer Team wieder zur Einheit werden. Reuters

Die Schweizer Nati ist für ihre beiden bisherigen Auftritte an der WM in Brasilien fürstlich belohnt worden. Trotz einem mässigen Spiel gegen Ecuador und einer schwachen Leistung gegen Frankreich stehen die Chancen auf die Achtelfinal-Teilnahme nach wie vor gut. Voraussetzung: Ein positives Resultat gegen den schwächsten Gruppengegner Honduras.

Am Mittwoch steht für die Nati also viel auf dem Spiel, mehr noch als «nur» das Weiterkommen an der WM. Verpasst die Schweiz ihr Minimalziel, sind sämtliche Bemühungen und Fortschritte der letzten Jahre vergessen. «Wir müssen als Mannschaft um die Achtelfinals kämpfen, die Qualität fürs Weiterkommen haben wir», sagt Granit Xhaka.

Kleine Aufgaben wichtiger als grosse Träume

Auffällig, wie sehr die Spieler in den Tagen seit dem Frankreich-Spiel den Teamgedanken betonen. Es lässt sich erahnen, dass die Spieler wahrgenommen haben, dass gegen Frankreich eher 11 Individualisten auf dem Platz standen denn eine Einheit. «Bevor wir vom grossen Erfolgen träumen», meint Blerim Dzemaili in diesem Zusammenhang, «müssen wir die kleinen Aufgaben erledigen.»

Gegen Frankreich hat genau dieses Vorhaben nicht funktioniert. In der Video-Analyse mussten sich die Spieler ihre Fehler am Samstagabend noch einmal anschauen. «Nicht alles aber war schlecht», findet Xhaka, «in den zweiten Halbzeiten haben wir sowohl gegen Ecuador wie auch gegen Frankreich keine schlechte Leistung gezeigt.» Nun gehe es darum, diese Leistung über 90 Minuten abzurufen.

Klima nicht zur Ausrede werden lassen

Die Detail-Vorbereitung aufs Honduras-Spiel beginnt am Sonntagabend mit einem Training zur Spielzeit vom Mittwoch. Die tropischen Verhältnisse von Manaus werden in Porto Seguro aber nicht simuliert werden können, hat es an der Atlantikküste in den letzten Tagen doch merklich abgekühlt. «Das Wetter darf am Mittwoch ohnehin keine Ausrede sein», sagt Xhaka aber bestimmt.

Am Montagnachmittag reist die Nati dann in das Amazonasgebiet. Der Flug von Porto Seguro nach Manaus dauert rund 4 Stunden. Eine günstige Gelegenheit für die Spieler, sich für das kapitale Spiel zusammenzuraufen. Damit gegen Honduras eine echte Einheit auf dem Platz steht, die ihre kleinen Aufgaben erledigen kann und sich die grossen Träume weiter offen hält.

Sendebezug: SRF zwei, FIFA WM 2014 live, 20.6., 21:00 Uhr

Legende: Video Spielbericht Schweiz - Frankreich abspielen. Laufzeit 5:58 Minuten.
Aus FIFA WM 2014 live vom 21.06.2014.

18 Kommentare

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  • Kommentar von säntsch, zürich
    es darf doch erwartet werden das an einer WM auch die halbschweizer die hymne mitsingen und stolz sind die schweiz an der WM zu vertreten ansonsten frage ich mich weshalb sie nicht für ihr heimatland spielen? wie sieht das denn aus wenn 11 typen dastehen und nicht eine miene verziehen wenn die hymne läuft. und das an einer WM.
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    1. Antwort von gugi, bern
      unsere hymne hat aber auch einen veralteten und unangebrachten text. scheissegal ob die mitsingen oder nicht. das zeigt noch lange nicht ob sie mit stolz das natitrikot tragen. und übrigens hat das nichts mit halbschweizern zu tun. roman wick z.b. ist vollschweizer und der antipatriot schlechthin (vgl. wm-aufgebot 2014).
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  • Kommentar von Mark Bernasconi, Laupen
    Bitte versucht es doch einmal mit Sommer im Tor..er spielte eine sehr starke Saison und er kann mit solchem druck umgehen! Er ist Jung und ergeizig! Das gleiche bei Dzemaili, der ist richtig heiss um zu spielen, bei Berahmi ist der Kampf vieleicht hoch,doch wenig brauchbares.. auch wenn er in der 92' Minute eine super Aktion hatte...
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    1. Antwort von Willy, Schweiz
      Das sehe ich genau so... vorallem waren beide ersten Gegentreffer aus ähnlicher Position heraus und beides Mal ein Gegentreffer... und so was darf an einer WM einfach nicht sein, wenn man mit grossen Mannschaften als Team mithalten will....
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  • Kommentar von Matt Frepp, Toronto, Kanada
    ich freue mich auf die nächste eishockey-saison. da muss ich mich als ausland-schweizer nicht mehr so fest fremdschämen wegen der nati. :)
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    1. Antwort von hopp schwiiiiiz, dotzigen
      was heisst hier fremdschämen... meine güte, da hat unser team ein spiel gegen einen turnierfavoriten verloren und das ganze land ist aus dem häuschen. was sollen dan die engländer, spanier, portugiesen etc. sagen.... ich bin stolz darauf, dass ein solch kleines land wie wir es sind immer noch chancen darauf hat, zu den 16 besten teams der welt zu gehören!!!
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    2. Antwort von B. Küng, Biel
      Herr Frepp, die Schweiz hat gegen einen viel stärkeren Gegner verloren. Das ist logisch und kein Grund zum Fremdschämen. Da gibt es viel Schlimmeres wo man sich wegen der Schweiz fremdschämen muss, aber diese Gründe liegen eher bei gewissen Parteien, beim Finanzplatz Schweiz und bei gewissen Banken, aber sicher nicht beim Sport.
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    3. Antwort von B. Küng, Biel
      Ach ja, noch dies: ein weiterer Grund um sich wegen der Schweiz fremdzuschämen ist die Tatsache, dass dieses Land eine hochkorrupte Organisation wie die FIFA beherbergt, wo sich die Manager zu allem anderen hin noch die Gehälter verdoppeln.
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    4. Antwort von Matt Frepp, Toronto, Kanada
      nicht DASS sie verloren haben ist beschämend, sondern WIE sie verloren haben. alle waren sich einig dass sie sich steigern müssen, aber gesteigert hat sich keiner. da mutiere ich glattwegs zum australien- oder ghana-fan. die geben alles, und wenn sie halt trotzdem verlieren braucht man sich als fan wirklich nicht zu schämen. zudem ist das verhältnis von leistung zur grösse der klappe bei der CH-nati einfach absurd. gut das kann auch an den medien liegen.
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