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Der torlose Topskorer Spielt Müller auch bei Löw immer?

Thomas Müller hat an der WM in Russland noch nicht glänzen können. Fliegt er gegen Südkorea nun aus der Startelf?

Thomas Müller im Spiel gegen Schweden.
Legende: Der Antreiber Thomas Müller im Spiel gegen Schweden. imago

Er winkt, er gestikuliert, er sprintet in die Räume. Er ruft, beschwert sich und verwirft die Hände. Er ist der Thomas Müller, den man seit vielen Jahren kennt. Doch eine seiner Eigenschaften ist an der WM in Russland noch nicht in Erscheinung getreten. Thomas Müller ist für das gegnerische Tor bislang keine Gefahr.

Torflaute seit 2014

Bei seinen ersten beiden WM 2010 und 2014 schoss Müller je 5 Tore. Seither ist der Ofen aus. Bei der EM 2016 und nun in Russland ist der Bayern-Akteur torlos geblieben. Das sind mittlerweile 8 torlose Spiele.

Ich schaue mehr auf das Globale und Ganze als etwa als Zwanzigjähriger.
Autor: Thomas Müllerüber seine Torflaute

Ihn scheint das jedoch keineswegs aus dem Konzept zu bringen. Nach den Spielen steht er hin, sagt gewohnt eloquent seine Meinung und spricht nur über das Team. Kein Gejammer, kein Beschweren, kein Lamentieren. «Ich schaue mehr auf das Globale und Ganze als etwa als Zwanzigjähriger», erklärt Müller sein Spiel.

Özil, Khedira und jetzt Müller?

Nach den mediokren Müller-Auftritten gegen Mexiko und Schweden fragt man sich nun, ob der 28-Jährige für das Südkorea-Spiel das nächste Opfer der Personalpolitik von Joachim Löw wird. Der DFB-Coach hat beim 2:1 gegen Schweden auf die WM-Helden Sami Khedira und Mesut Özil verzichtet. Ist nun Müller dran? Gilt bei Löw nicht, was einst bei Bayern-Coach Louis van Gaal eisern galt: «Bei mir spielt Müller immer»?

Ein zentraler Punkt für Müllers Torflaute ist für viele Experten dessen Position an der rechten Seitenlinie. «Rechtsaussen ist er völlig weggeparkt und aus dem Spiel. Warum Löw dies tut, ist mir ein Rätsel», meinte etwa Marcel Reif.

Viele Optionen oder die Qual der Wahl

Müller weiter rechts? Müller in die Mitte? Müller auf die Bank? Löw hat für das entscheidende Gruppenspiel gegen Südkorea viele Optionen. Das Problem für den Coach ist jedoch, dass mit Timo Werner, Marco Reus und Mario Gomez drei Offensiv-Spieler gegen Schweden stark gespielt haben. Einzig Julian Draxler fiel leicht ab. Der spielt dummerweise aber auf links.

Sendebezug: SRF zwei, laufende Berichterstattung WM 2018