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Reaktionen nach dem Out «Der Albtraum ist wahr geworden»

Die Reaktionen nach Deutschlands WM-Aus sind zahlreich – und zum Teil heftig. In der Kritik steht auch Coach Joachim Löw.

Deutschland-Trainer Joachim Löw.
Legende: Fassungslos Deutschland-Trainer Joachim Löw. Reuters

Zum 3. Mal in Folge ist der amtierende Weltmeister bereits in der Vorrunde gescheitert (Italien 2010, Spanien 2014, Deutschland 2018). Weder gegen Mexiko (0:1), noch gegen Schweden (2:1) und Südkorea (0:2) vermochten die Deutschen an ihre WM-Form von vor vier Jahren anzuknüpfen.

Hummels spricht Klartext

«Es ist schwierig, das Ganze in Worte zu fassen. Wir haben bis zum Schluss daran geglaubt, aber wir haben den Ball heute nicht ins Tor gebracht», fasste Mats Hummels nüchtern zusammen. Der Verteidiger selbst hatte in der Schlussphase eine grosse Kopfballchance zur 1:0-Führung vergeben. «Den muss ich machen», nahm er kein Blatt vor den Mund.

Die Reaktionen von Experten, ehemaligen Nationalspielern und prominenten Fussball-Fans liessen nicht lange auf sich warten:

Wenn du dieses Spiel nicht gewinnst, hast du in einem Achtelfinale auch nichts verloren! Dann gehörst du da nicht hin! Fertig!
Autor: Mario BaslerEx-Nationalspieler
Ich brauche jetzt einen Drink... oder zwei.
Autor: Christoph MetzelderEx-Nationalspieler
Sprachlos. Ich werde etwas Zeit brauchen.
Autor: Dirk NowitzkiBasketball-Star

In den deutschen Medien ist die Fassungslosigkeit ob des überraschenden Ausscheidens spürbar. «AUS! Unser WM-Albtraum ist wahr geworden!», schreibt bild.de. Der Nachrichtendienst SID spricht von einem «Totalschaden», die DPA von «Schlafwagen-Fussball».

In der Kritik stehen nicht nur die Spieler, sondern auch Joachim Löw. Ob der Trainer allerdings um seinen Job bangen muss, ist fraglich. DFB-Präsident Reinhard Grindel hatte Löw schon vor dem Spiel eine Jobgarantie gegeben. «Diese Diskussion muss man nach 6 Endrunden-Halbfinals nicht führen», sagte der ehemalige Nationalspieler Christoph Kramer im ZDF-Studio.

Wir sind zurecht in dieser Gruppe ausgeschieden.
Autor: Joachim Löw

Löw selbst sprach von «fehlender Leichtigkeit». Ausserdem bemängelte der 58-Jährige, dass der Kombinationsfluss und die nötige Sicherheit nicht vorhanden waren. «So muss man sagen, dass wir zurecht in dieser Gruppe ausgeschieden sind», so Löw, der die Verantwortung für das Scheitern ohne Zögern übernahm.

Der Schock sitzt tief

Fragen zu seiner Zukunft wollte er noch keine beantworten. «Das ist noch zu früh, ich brauche jetzt ein paar Stunden. Auch bei mir sitzt die Enttäuschung tief. Ich hätte es mir auch nicht unbedingt vorstellen können, dass wir gegen Südkorea verlieren. Wir müssen morgen Gespräche führen und schauen, wie es weitergeht.»

Sendebezug: Laufende WM-Berichterstattung SRF zwei

30 Kommentare

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  • Kommentar von Claus Prochazka (Verfalsdatum1007)
    Ein Trainer aus einer deutschen Mannschaft hat im ZDF NEO gesagt, die Führungskräfte im deutschen ( möglicherweise überall ) denen ist wichtig, wie viele Tore hat einer geschossen und wo steht der Spieler in einem Verein. Aber es wird nicht geschaut, wie integriert er sich. Es geht nur noch darum alle für einen, der wird es schon richten nicht mehr darum einer für alle. Ronaldo ist da anders, immer für die Mannschaft.
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  • Kommentar von Heinz Jost (bikeforfun)
    Wenn der Trainer nicht merkt, dass seit Herbst 2017 (Hummels hat es richtig gesagt) etwas nicht passt, sollte er zurück tretten. Im letzten Spiel wieder Özil (der Ballverschlepper) gebracht obwohl er schon in den Spielen bei Arsenal nicht mehr bereit wahr zu rennen und zu kämpfen und dann lässt er noch den schnellen und agilen Sane, der auch mal im Tempo seine Verteidiger umkurven kann zu Hause. Zeichen nicht erkannt und deshalb mit einer schwachen Leistung ausgeschieden.
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    1. Antwort von Fabio Del Bianco (fäbufuessball)
      Das sehe ich auch so. Definitiv kann/muss man Löw vorwerfen, dass er sich wieder für Mesut Özil (sein Ziehkind) entschieden hat. Der Fall mit Leroy Sané kann man (vor allem bei DIESER Konsequenz) auch als seinen Fehlentscheid einstufen. Doch gewisse "Fehler" lassen sich als solche erst später erkennen... und NIEMAND weiss was die Zukunft bringt. Trotz alledem bleibt Jogi Löw (für mich) ein grosser Trainer.
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  • Kommentar von Mike Baumgartner (Mike47)
    Hochmut kommt vor dem Fall. Nach dem 2:1 hatte sich scheinbar die Trainerbank von Deutschland gegenüber der Schwedischen despektierlich verhalten, was den Schwedischen Trainer zur Weissgluht brachte. Und jetzt ist Schweden Gruppensieger! Freut mich sehr :-D
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