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Viel Kritik trotz Rang 1 Spaniens WM-Form lässt auf sich warten

Trotz Rang 1 nach der Gruppenphase hat Spanien an der WM noch nicht überzeugt. Es gibt Kritik von aussen und von innen.

Viele Baustellen für Spaniens Neo-Coach Fernando Hierro.
Legende: Skeptischer Blick Viele Baustellen für Spaniens Neo-Coach Fernando Hierro. imago

Fernando Hierro schlug nach dem 2:2 gegen Marokko Alarm. «So wird es sehr schwer, das grosse Ziel zu erreichen», sagte Spaniens Trainer und blickte finster drein. Das gefährliche Spiel von Sergio Ramos und Co. bei der Partie in Kaliningrad hatte dem 50-Jährigen trotz Gruppensieg die gute Laune verdorben – Hierro gerät in der Heimat zunehmend unter Druck.

So wird es sehr schwer, das grosse Ziel zu erreichen.
Autor: Fernando Hierro

«Die Partie lässt viele Zweifel aufkommen. Hierro, Du musst anfangen, Entscheidungen zu treffen», richtete sich Marca direkt an den Aushilfscoach. «Ein fürchterliches und peinliches Spiel der Seleccion», sah Mundo Deportivo. Das Team habe gar «Russisch Roulette» gespielt, urteilte AS, und müsse sich «dramatisch steigern, wenn es noch was reissen will.»

Etliche Baustellen für Hierro

Auch Hierro redete nach dem ernüchternden Auftritt Klartext. «Das kann nicht der Weg sein», sagte der frühere Weltklasse-Libero. In der aktuellen Form ist Spanien für den Achtelfinal-Gegner Russland keine furchteinflössende Bestie.

Legende: Video Spanien erkämpft gegen Marokko ein 2:2 abspielen. Laufzeit 1:59 Minuten.
Aus FIFA WM 2018 Clips vom 25.06.2018.

Kaum Spielkontrolle, keine Stabilität in der Defensive und zu wenig Gier – dem unerfahrenen Coach offenbaren sich vor dem Start der K.o.-Phase etliche Baustellen. Hierro, kurz vor WM-Beginn für den entlassenen Julen Lopetegui eingesprungen, muss seine Reifeprüfung im Eiltempo ablegen.

Sergio Ramos in der Kritik

Auch in der Mannschaft herrschte Unzufriedenheit mit dem Auftritt, fünf Gegentore in drei Vorrundenspielen sind einfach zu viel. «Ein gutes Gefühl nehmen wir trotz des Gruppensiegs nicht mit», sagte Isco. «Wir müssen damit aufhören, Tore zu verschenken.» Das richtete sich auch an seinen Kapitän, an Sergio Ramos.

Wir verstehen die Kritik, aber unser Ziel haben wir erreicht.
Autor: Sergio Ramos

Der Star von Real Madrid war an beiden Gegentreffern direkt beteiligt. «Wir verstehen die Kritik, aber unser Ziel haben wir erreicht», sagte Ramos: «Die Spiele bei der WM sind sehr eng, das hat man ja auch am späten Sieg von Deutschland gegen Schweden gesehen.»

Doch der 32-Jährige betonte auch, dass es ab dem Achtelfinal «keinen Raum für Fehler» mehr gebe: «Wir müssen seriöser verteidigen und die Sicherheit aufbauen, die wir eigentlich haben.»

Sendebezug: SRF zwei, laufende Berichterstattung WM 2018

4 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Gebauer (Gebi)
    Bei den Spaniern ist es am augenfälligsten, dass sie ausgelaugt sind. Die Leistungsträger haben einfach zu viel Spiele auf dem Buckel. Dazu wirken die Spanier so, als seien sie nicht wirklich ein Team. Technisch hochstehender Fussball, aber keiner fightet für den andern. So wird man nicht Weltmeister.
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  • Kommentar von S. Petrovic (S.Petrovic)
    Die sind nicht im Form - Kein Problem . Ein „ Gute „ Schiedsrichter wiird helfen . Man kann nicht zulassen das Atraktive Mannschaften weg sind. Schliesslich sind Milliarden in frage - Business First.
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    1. Antwort von Frederick Huber (F. Huber)
      Ja, klar gibt es Schmierereien im Sport. Klar ist die Fifa.... Aber wenn Sie nur noch diese Gedanken haben - warum schauen Sie denn Fussball.
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
    Hierro für das Verantwortlich zu machen finde ich daneben. Ramos hat den Laden als Kapitän nicht im Griff, wieder fngen die Probleme mit den Barca gegen Real an, man hat Mühe zusammenzustehen und zerfleischt sich lieber! Kommen einfach zu viele Individuelle Fehler und Unkonzentriertheiten dazu, die Spieler bewegen sich wenig bis kaum, das Spiel ist zu Statisch, auch scheint die Mannschaft nicht Fit zu sein. Ich bin sehr Enttäuscht über die Spanische Mannschaft, da muss mehr kommen!
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