Zum Inhalt springen
Inhalt

Super League Das neue Basel ist noch (über-)mächtiger

Der FC Basel gibt in dieser Saison den Tarif schon von Beginn weg durch. Vieles deutet auf einen Alleingang hin. Denn die schwächelnde Konkurrenz baut den Meister zusätzlich auf.

Basler Spieler in Reih und Glied.
Legende: Kein Durchkommen Die Basler dominieren die Liga von Beginn weg. Keystone

Die Erkenntnis ist alt: Der FC Basel ist führend in der Super League. Fünf Meistertitel hat er zuletzt aneinandergereiht - mehr oder weniger leichtfüssig.

Neu an der Dominanz ist, dass der Liga-Krösus nach 4 gespielten Runden noch (über-)mächtiger wirkt. Das hängt einerseits mit dem missratenen Auftakt von YB, GC oder Luzern zusammen. Das Trio ist noch sieglos und hat sich schon eine Hypothek von 9 Punkten und mehr eingehandelt. Andererseits sind die Basler so schwungvoll aus den Startlöchern gekommen, wie dies bei ihren letzten fünf Titelgewinnen nie der Fall war.

Nicht ohne Durchhänger

Zwischen 6 und 9 Punkten lag die Ausbeute des FCB in den vergangenen 5 Jahren nach jeweils 4 Spielen. Diesmal weist das Team von Paulo Sousa die makellose Bilanz von 12 Punkten auf. Die Partie zwischen Basel und Zürich war nur auf dem Papier ein Spitzenkampf. In der Realität endete sie mit einem 4:1. So einseitig wie diese 90 Minuten droht die gesamte Meisterschaft zu werden.

Denn Sousa ortet Steigerungspotenzial. Missfallen hat ihm etwa, wie seine Spieler nach dem Seitenwechsel kurzzeitig nachliessen oder, wie er es ausdrückte: «Wir haben plötzlich die Maschine ausgeschaltet.» An der Kontinuität will der Portugiese darum verstärkt arbeiten.

Belebende Elemente von der Bank

Lieber aber erfreute er sich an der ersten Halbzeit. Die war in seinen Augen sehr ermutigend. «Sie hat gezeigt, dass wir Fortschritte erzielt haben», konstatierte Sousa. Auch ein verschossener Penalty brachte das Team nicht aus dem Konzept.

Legende: Video Kakitanis Tor zum 3:1 nach Doppelpass mit Zuffi abspielen. Laufzeit 00:29 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 11.08.2014.

Mit den Einwechslungen von Yoichiro Kakitani und Matias Delgado, beides spätere Torschützen, sorgte der Coach für neue Impulse. «Sie brachten Energie, Qualität und Stabilität ins Spiel», sagte Sousa mit grosser Genugtuung. Vor allem der Japaner Kakitani spielte sich bei seiner Heimpremiere gleich in die Herzen des Anhangs.

Andere Qualitäten sind ausschlaggebend

Dann gab es in den letzten Tagen noch Marco Strellers Bekenntnis für Basel. Der Captain lehnte eine Offerte von West Ham ab. Sein Entscheid hat viel mit der Stärke des Klubs und mit den Perspektiven zu tun. So sagt Sousa: «Wir haben uns auf ein attraktives Level gehievt. Da ist das Geld als Lockmittel nicht mehr der einzige Faktor. Stattdessen schätzt Marco andere Qualitäten, die wir ihm bieten können.»

Sendebezug: SRF 1, sportaktuell, 09.08.14 22:20 Uhr

25 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von p.m, argentina
    Wer schon einige Super League Spiele gesehen hat, wohlgemerkt im Stadion, der hat sicher auch schon gemerkt dass es in Basel eine ganz andere Stimmung ist. Basel lebt den Fussball mehr wie jede andere Stadt/Region in der Schweiz und ich denke, das genau diese Hingabe für den Fussball alles vorantreibt. Basel macht es vor, man muss es nur sehen! Auch wenn Basel nicht mehr Meister wird, der Erste geht direkt in die CL! Dank Basel profitiert die ganze Liga!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Stephan ellenberger, Bern
    Schade das vieler Orts immer nur gejammert wird natürlich wäre die Schweizer Liga interessanter wenn mehrere Teams um den Titel mitspielen würden. Dank Basel können wir schon mit 2 Teams in der championslig ( Qualifikation und Gruppenspiel) mit tun. Wenn ich sehe wie die andern ch Clubs spielen international können wir dankbar für den fcb sein. Ich freue mich auf jeden Match.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Andi, Luzern
      danke Stephan mal ein Kommentar von einem wohl nicht FCB Fan der vernünftig klug und weitsichtig ist! Schade das die anderen Klubs nicht angespornt sind es dem FCB nachzumachen. Der FCB liefert das Muster. Das Geld war am Anfang auch nicht da, langfristiges planen und diese Ziele anstreben und konsequent verfolgen. Seit doch angespornt durch den FCB und nicht frustriert.Thun macht guten Job ebenfalls St Gallen weiter arbeiten!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Nummer 7, Mätzerle
    Ich kann mich noch erinnern, dies liegt an meinem fortgeschrittenen Alter, als der FCB irgendwo in den Tiefen der Nationalliga A und B herumtümmpelte. Geld war keines vorhanden und so reihte GC einen Titel an den anderen und neidisch wurde ins Mittelland geblickt. In den letzten 5 Jahren wurden beim FC Basel die Früchte geerntet, welche Leute mit rotblauen Herzen gesät haben. Gutes Management, Fans, Jugendarbeit und Geldgeber sind der Schlüssel zum Erfolg, aber keine Garantie für die Ewigkeit.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen