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Super League Der Ausschluss trifft den Heimklub finanziell

Die Beteiligten können Verständnis aufbringen für den Entscheid der Aargauer Kantonspolizei, am Samstag im Spiel Aarau - Zürich den Gästesektor zu sperren. Für den Heimklub ist die Massnahme trotzdem eine «erschreckende Tatsache».

Leerer Gästesektor im Brügglifeld.
Legende: Ausgesperrt Der Gästesektor im Brügglifeld wird am Samstag leer bleiben. Keystone

Im Gästesektor auf dem Brügglifeld haben rund 1000 Fans Platz. Bei einem Eintrittspreis von 27 Franken würde der Klub Einbussen in der Höhe von maximal 27'000 Franken beklagen. Die Sicherheitskosten dagegen lassen sich nicht minimieren. 300 Tickets für den Gästesektor seien bereits verkauft worden, sagte Remo Conoci, der Mediensprecher des FC Aarau. Sie verlieren ihre Gültigkeit.

In einer späteren Stellungnahme zeigte sich der Heimklub sehr enttäuscht, dass den FCZ-Fans der Zutritt verwehrt werde. «Dass das Verhalten einer kleinen Minderheit gewalttätiger Fans eine solche Verfügung provozieren kann, ist eine erschreckende Tatsache», heisst es in der Mitteilung. Der FCA verweist zudem auf eine kollektive Bestrafung.

Kommerzielle Interesse müssen hintenanstehen

Laut dem Klub sei alles unternommen worden, um die Entscheidungsbehörden von diesem nun verfügten Vorgehen abzubringen. Für den Aargauer Polizeisprecher Bernhard Graser ist es «klar, dass der FC Aarau keine Freude am Entscheid hat». Es sei nicht wegzudiskutieren, dass Einnahmen durch den Ticketverkauf verloren gingen. «Doch der Schutz von Leib und Leben war höher zu gewichten als kommerzielle Interessen», betont Graser.

Die Swiss Football League (SFL) «nimmt die Verfügung zur Kenntnis», wie es im Wortlaut heisst. Die Kurzfristigkeit stelle alle in die Organisation der Begegnung involvierten Parteien vor eine grosse Herausforderung. Die SFL versichert aber: «Die Liga unternimmt von ihrer Seite alle erforderlichen Schritte zur Umsetzung.»

Sendebezug: Radio SRF 3, Nachmittagsbulletin, 23.04.2015 16:06 Uhr

Legende: Video «Die FCZ-Fans bleiben aussen vor» abspielen. Laufzeit 2:55 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 23.04.2015.

13 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Fuchs, Bern
    Seit Jahren verweigern die Klubs und der Fussballverband die Verantwortung für die Hooligans. Mit dem verschärften Hooligan-Konkordat hat die Politik endlich reagiert. Es bleibt eine kleine Hoffnung, dass dies Klubs endlich ihre Verantwortung wahrnehmen. Dies tun sie eher, wenn sie finanzielle Nachteile in Kauf nehmen müssen.
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  • Kommentar von J.Baltensperger, Zürich
    Es müssen Wege gefunden werden, diese "Fans" vom Fussballsport komplett fernzuhalten. Militante Fangruppen könnten z.Bsp. verboten werden, systematische Identifikation der Fans, Sitzplatzpflicht und drakonische Bestrafung von Fehlbahren. Auch eine Ausschaffung bei aussländischen Fans ist in Betracht zu ziehen sollten sie gewalttätig werden. Unglaublich wie ein toller Sport so kaputt gemacht wird. Die 70k Einnahmen decken niemals die Schäden. Deshalb sind diese "Fans" kein gutes Geschäft.
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  • Kommentar von Tobias Amrein, Ennetbürgen
    Da hat die Polizei nicht viel studiert. Wer glaubt, dass die Zürcher nun daheim vor dem TV sitzen ist einfach nur naiv. Das gibt einen Aarauer Stadtlauf mit Polizisten an der Front.
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