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Super League Der FC Basel ist Schweizer Meister

Eine Runde vor Saisonende hat sich der FC Basel zum 17. Mal in der Klub-Historie und zum 5. Mal in Serie den Schweizer Meistertitel gesichert. Der Leader setzte sich in Aarau mit 3:1 durch. Der Heimsieg von Verfolger GC gegen Luzern verkam zur Makulatur.

Legende: Video Highlights Aarau - Basel abspielen. Laufzeit 6:07 Minuten.
Aus sportlive vom 15.05.2014.

10 Minuten war die 35. Runde der Super League erst alt - und schon deutete einiges auf eine weitere Vertagung der Meisterentscheidung hin. GC, 4 Punkte hinter dem FCB liegend, führte gegen Luzern bereits 3:0 und in Aarau lagen die Basler überraschend im Hintertreffen.

Doch der FCB drehte die Partie noch in den ersten 45 Minuten durch Tore von Geoffroy Serey Die (28.) und Matias Delgado (34.). Nach dem Wechsel verwalteten die Basler den Vorsprung abgeklärt, Valentin Stocker (79.) machte alles klar. Dass GC gleichzeitig Luzern souverän 4:1 abfertigte, interessierte im FCB-Lager niemanden mehr. Der Titel war gesichert, zum 5. Mal in Serie. Dies war noch keiner anderen Schweizer Mannschaft gelungen.

Packende erste Hälfte

Die beiden Teams boten im ausverkauften Brügglifeld vor allem in der ersten Halbzeit beste Unterhaltung. Torchancen waren zeitweise im Minutentakt zu sehen, die Gäste besassen dabei ein Chancenplus. Doch nach 6 Minuten lagen die Aarauer in Front. Igor Nganga stand im Anschluss an einem Eckball goldrichtig und schob ein.

Geschockt ob der frühen Rücklage waren die Basler aber zu keinem Zeitpunkt. Immer wieder erarbeiteten sie sich Möglichkeiten, der Ausgleich durch Serey Die nur logisch. Allerdings profitierte der Ivorer bei seinem Distanzschuss von einem Patzer von Aarau-Keeper Lars Unnerstall. Nichts zu halten gab es beim 2. FCB-Tor, als Delgado einen Freistoss wunderbar über die Mauer ins Gehäuse versenkte.

Kontrolliert Richtung Titel

Ins Zittern kam der FCB nicht mehr. Dem tapferen Aufsteiger fehlte es nicht an Elan, aber an spielerischen Mittel. Die Basler liessen den Ball gekonnt in ihren Reihen laufen und setzten Nadelstiche. Ein solcher führte 10 Minuten vor dem Ende zur endgültigen Entscheidung - in dieser Partie und in der Meisterschaft. Stocker setzte sich in Bedrängnis durch und skorte zum 13. Mal in dieser Saison.

Dass Fabian Schär in der 89. Minute mit einem Elfmeter an Unnerstall scheiterte, war spätestens 5 Zeigerumdrehungen später und dem Schlusspfiff des Unparteiischen wohl vergessen. Der 17. Meistertitel überstrahlt alles.

Ausschreitungen

Ausschreitungen

Nach dem Schlusspfiff spielten sich auf dem Brügglifeld unrühmliche Szenen ab. Basler Anhänger stürmten auf Anhänger des FC Aarau los. Zu sehen waren wüste Schlägereien. Erst nach einem Eingreifen der Polizei beruhigte sich die Lage allmählich.

58 Kommentare

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  • Kommentar von Manuel Meier, Zürich
    Mal ehrlich. Ein besseres Sicherheitsaufgebot wäre zu erwarten gewesen. Wenn der FCB Meister wird und das auch noch in einem 'Stadion' wie dem Brügglifeld - ohne einem Aarau-Fan zu nahe treten zu wollen, es hat ja schon was schnuckliges. Aber in Sachen Sicherheit im Stadion: eine Nullnummer. Es war zu erwarten, dass die Fans des FCB ausrasten würden. Und da kann die Polizei schon mal ihren Beitrag leisten, und das kollektiv-durchdrehen im Keim ersticken. Zum Glück ist nichts schlimmes passiert!
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  • Kommentar von SevMaster89, GC Zürich
    Nochmals herzliche Gratulation zum 17. Titel von einem GC-Fan! Da muss man schon sagen: Ehre, wem Ehre gebührt! Was mich ein bisschen stört, ist die ekelhafte Arschkriecherei der Medien zum Meistertitel. Versteht mich nicht falsch, Basel ist schlussendlich verdienter Meister! Aber mit keinem Wort werden die anderen 9 Teams der RSL gewürdigt. Z.B Aarau für den Ligaerhalt, FC Thun wieder fast im Europa Cup, 2 Zürcher Mannschaften im europäischen Fussball vertreten etc. Sehr schade!
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  • Kommentar von MJS, Basel
    Wir müssen endlich aufhören, uns die Schuld gegenseitig zuzuschieben. Denn so spielen wir nur dieses widerliche Spiel mit. Die Gegenseite ist nicht Bern, Basel oder Zürich. Die Gegenseite sind jene, welche im Schatten dieser Diskussionen und im Rampenlicht der Medien unser Spiel mit Füssen treten und es zerstören. Und das ist es, was wir nicht zulassen dürfen!
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    1. Antwort von FCB Fanin, Hersberg
      Super Beitrag! Ich sehe das Problem als ein gesellschaftliches und nicht als ein Fussballclub-Problem. Es sind meist junge Männer mit wenig Frustrationstoleranz, welche ausrasten sobald es im Leben nicht wie erwartet/erhofft läuft.
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