FC Sion: Neu ist, dass (fast) nichts neu ist

Am Samstag startet die Super League in die neue Saison. Cupsieger Sion steigt mit grossen Ambitionen in die neue Meisterschaft und strebt einen Spitzenplatz an. Der Weg zum Ziel soll über die Kontinuität führen.

Die Ruhe, die beim FC Sion vor dem Meisterschaftsstart herrscht, ist schon fast gespenstisch. Die Walliser nehmen die neue Saison mit einem praktisch unveränderten Kader in Angriff. «Wir müssen dort anknüpfen, wo wir aufgehört haben», fordert Trainer Didier Tholot. Die Analyse:

  • Die letzte Saison: Auf eine schwache Vorrunde folgte eine starke 2. Saisonhälfte. 30 Punkte holte Sion in der Rückrunde, das Doppelte wie in der Vorrunde. Am Ende resultierte der 7. Schlussrang. Als Krönung folgte der überragende Auftritt im Cupfinal gegen Basel (3:0).
  • Die Transfers: Für einmal hielt sich Präsident Christian Constantin auf dem Markt zurück. Mit Martin Zeman hat Sion nur einen namhaften Zuzug zu vermelden. Bei den Abgängen sieht es etwas anders aus. Tholot veranlasste einen heftigen Kaderschnitt. Wobei beispielsweise Beg Ferati und Dario Vidosic in der Planung des Trainers schon länger keine Rolle mehr spielten.
«  Nicht schlecht reicht nicht. Sion muss sehr gut sein. »

Christian Constantin
Präsident FC Sion

  • Der Wunschzettel: Es ist kein Geheimnis, das Constantin Breel Embolo im Team haben möchte. 15 Millionen Franken soll er Basel für den Stürmer geboten haben. Auch Blerim Dzemaili hätte der unbescheidene Präsident gerne im Team. Und für Luzerns Marco Schneuwly bot er unlängst 500'000 Franken und einen Sechsjahres-Vertrag.
  • Die Ziele: «Wir wollen, dass Sion zu den besten Teams der Schweiz gehört», sagt Trainer Tholot. Eine klare Ansage. Auch Constantin fordert von seinem Team noch mehr: «Der letzte Frühling war nicht schlecht. Aber nicht schlecht reicht nicht. Sion muss sehr gut sein.»
  • Der Trumpf: Die Kontinuität. Die Verantwortlichen setzten auf das praktisch identische Team wie in der 2. Hälfte der vergangenen Saison. Das macht den FC Sion zum einem Spitzenkandidaten, denn in der Rückrunde waren nur Basel, Luzern und YB besser als die Walliser.

Wo landet Sion Ende Saison?

  • Ganz vorne! Sion ist so stark besetzt wie selten zuvor und wird Meister.

    20%
  • In der erweiterten Spitze. Zuoberst können die Sittener nicht mithalten, die Qualifikation fürs internationale Geschäft erreichen sie aber.

    57%
  • Zwischen Mittelfeld und Abstiegsrängen. Sion mischt zwar nicht oben mit, absteigen werden sie aber ebenfalls nicht.

    16%
  • Auf dem Abstiegsplatz! Die Walliser finden den Tritt überhaupt nicht und steigen ab.

    5%
  • 2121 Stimmen wurden abgegeben

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 13.07.2015, 17:45 Uhr

Super League