Luzern nimmt den nächsten Anlauf

In der 9. Runde der Super League trifft der noch sieglose FC Luzern auswärts auf den FC Thun. Nach dem Sieg im Cup in Schaffhausen soll für die Innerschweizer gegen die Berner Oberländer der nächste Schritt aus der Krise erfolgen.

Carlos Bernegger treibt sein Team an.

Bildlegende: Sagt, wo es lang geht Carlos Bernegger treibt sein Team an. Keystone

Grund zum Jubeln gab es für den FC Luzern in der aktuellen Saison noch nicht oft. Erst zweimal konnten die Innerschweizer als Sieger vom Feld. Beide Erfolge resultierten im Cup gegen unterklassige Teams, wobei sich der FCL am Samstag beim 5:3 gegen Schaffhausen äusserst schwer tat und sich das Weiterkommen hart erkämpfen musste.

In der Meisterschaft blieben Erfolgserlebnisse in Form von Siegen trotz teilweise durchaus ansprechenden Leistungen bislang gänzlich aus. Fünfmal kamen die Luzerner nicht über ein Unentschieden hinaus, dreimal setzte es eine Niederlage ab. Dies entspricht dem schlechtesten Saisonstart seit sechs Jahren.

Druck auf Bernegger steigt

Im Vergleich zu 2008, als nach 11 sieglosen Runden bereits zwei Trainer hatten gehen müssen (Ciriaco Sforza und Roberto Morinini), ist es den Verantwortlichen in der aktuellen Situation bislang weitgehend gelungen, zumindest nach aussen hin die Ruhe zu bewahren. Der Posten von Trainer Carlos Bernegger scheint derzeit noch kein Thema zu sein. Dennoch ist der Druck auf den Argentinier und seine Spieler vor dem Gastspiel beim Tabellendritten Thun gross.

Jantscher: «Zeigen, dass wir auf richtigem Weg sind»

Bernegger gibt sich vor der Partie zuversichtlich. Der Auftrag an seine Spieler ist klar: «Wir müssen von der ersten bis zur letzten Minute konzentriert sein. Dann bin ich überzeugt, dass wir in Thun ein gutes Ergebnis holen können.» Mittelfeldspieler Jakob Jantscher hofft darauf, dass das Team den Schwung vom Sieg gegen Schaffhausen mitnehmen kann: «Wir müssen am Dienstag zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind», so der Österreicher.

Der Aufsteiger fordert den Meister

Im zweiten Dienstagsspiel empfängt Basel den FC Vaduz. Die Liechtensteiner holten zuletzt bei GC und gegen St. Gallen vier ihrer sechs Punkte. Dennoch gelten sie gegen den Meister als krasser Aussenseiter. «Von uns erwartet niemand etwas», sagt der Vaduzer Trainer Giorgio Contini. «Wir können völlig unbeschwert aufspielen.» Basels Coach Paulo Sousa wird erneut diverse Wechsel vornehmen. «Wir müssen dosieren und rotieren», so Sousa.

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 22.09.14, 18:45 Uhr

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Zusammenfassung Schaffhausen - Luzern

7:16 min, aus sportaktuell vom 20.9.2014