Ponte startet zur Mission Klassenerhalt

Am Samstag gibt Raimondo Ponte gegen Basel seinen Einstand als Trainer des FC Aarau. Im Vergleich zu seinem Vorgänger verkörpert der ehemalige Nationalspieler einen gegensätzlichen Trainer-Typ. Beim krisengeschüttelten FCZ hat Goalie Yanick Brecher seine Premiere gegen Luzern.

Raimondo Ponte posiert für die Fotografen.

Bildlegende: Zurück im Geschäft Raimondo Ponte. Keystone

Markanter hätte die Rochade an der Seitenlinie des FC Aarau nicht ausgefallen können: Sven Christ debütierte in Aarau als Super-League-Trainer und scheiterte. Nun soll mit Raimondo Ponte ein Mann die Kohlen aus dem Feuer holen, dessen grösste Erfolge als Coach sich Ende der Neunzigerjahre abspielten.

Sternstunden im UEFA-Cup

Mit dem FCZ hatte Ponte 1998 im UEFA-Cup sensationell Celtic Glasgow ausgeschaltet und scheiterte im Achtelfinal knapp an der AS Roma.

Doch den neuen Übungsleiter der Aarauer auf seine Meriten der Vergangenheit zu reduzieren wäre unfair. Abseits der breiten Öffentlichkeit leistete Ponte, der am Samstag seinen 60. Geburtstag feiert, solide Arbeit im Tessin bei Chiasso, Bellinzona und Lugano.

Im letzten Jahr kam dann das Comeback auf der grossen Bühne Super League. Der gebürtige Aargauer rettete die Walliser sogleich vor dem Abstieg, hoffte aber nach Saisonende vergeblich auf einen neuen Vertrag.

Aarauer Teamgeist gefragt

Mit Sion startete Ponte wie auch mit Aarau im Basler St. Jakob-Park zur Mission Klassenerhalt. Trotz der damaligen Niederlage sieht der ehemalige Nati-Spieler dies als ein gutes Zeichen. «Es erwartet niemand, dass wir in Basel gewinnen – das ist unsere Chance», sagte Ponte bei Tele M1.

Der Aarau-Trainer nimmt auch sogleich seine Spieler in die Pflicht und pocht auf die Solidarität der Mannschaft: «Der Einzelne ist nichts wert, nur gemeinsam kann man Erfolg haben.» Eine geschlossene Mannschaftsleistung ist definitiv zwingend, wollen die Aarauer gegen Basel bestehen.

Yanick Brecher spielt einen Pass.

Bildlegende: Rückkehr in die Super League Yanick Brecher. EQ Images

FCZ: Spiel 1 nach da Costa

Gefordert ist auch der FC Zürich um Trainer Urs Meier. Nach der Degradierung von Stammkeeper David da Costa und den internen Querelen sollte der FCZ im Heimspiel gegen Luzern am besten einen Dreier einfahren, um von den unschönen Nebengeräuschen abzulenken.

Zu seinem 4. Einsatz in der Super League wird dabei voraussichtlich Yanick Brecher kommen. Auf den 21-jährigen Rückkehrer wartet im Letzigrund wahrlich keine leichte Aufgabe.

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 3.4.2015, 17:10 Uhr

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Raimondo Ponte als neuer Trainer vorgestellt

2:10 min, vom 23.3.2015