Zum Inhalt springen

Super League Ponte – wie damals beim FC Sion

Der FC Aarau setzt im Abstiegskampf an der Seitenlinie auf Raimondo Ponte – und damit auf neue Reize. Der 59-Jährige ist in der vergangenen Rückrunde schon in Sitten eingesprungen.

Legende: Video Ponte: «Keine einfache, aber eine lösbare Aufgabe» abspielen. Laufzeit 2:10 Minuten.
Vom 23.03.2015.

Es geht um den FC Aarau – und doch wird das Thema immer wieder auf den FC Sion gelenkt. Nicht, weil sich die Aargauer in den verbleibenden 11 Spielen vor allem an den Wallisern orientieren müssen. Denn diese haben auf Rang 6 bereits 10 Punkte Vorsprung auf das Schlusslicht.

Aber auf dem Brügglifeld soll der neu installierte Coach Raimondo Ponte nun das kopieren, was er vor einem Jahr unter Christian Constantin zustande gebracht hat: eine Mannschaft zu stabilisieren. FCA-Sportchef Urs Bachmann zählt auf: «Er hat bewiesen, dass er in heiklen Situationen die Spieler nochmals pushen kann. Er schafft es, das Letzte aus ihnen herauszukitzeln und sie neu zu motivieren.»

Sven Christ, aufgenommen von hinten wie er aus dem Stadion läuft.
Legende: Abgang Für Sven Christ gibt es auf dem Brügglifeld keine Zukunft. Keystone

Ponte will kein Feuerwehrmann sein

Die Hoffnung auf neue Impulse nennt Bachmann als Gründe für die Trennung von Sven Christ. Der 41-jährige Trainer-Neuling auf Stufe Super League war erst seit dieser Saison im Amt. Christ erlebte einen ansprechenden Einstand, aus den letzten 14 Partien resultierten aber nur noch 5 Punkte.

Ponte wird keine Angewöhnungszeit eingeräumt. Dennoch versteht sich der frühere 34-fache Internationale nicht als Feuerwehrmann. Gleichwohl ist seine vorläufig bis zum Meisterschaftsende befristete Verpflichtung an einen unmissverständlichen Auftrag geknüpft. «Wir wollen mit ihm den Ligaerhalt erreichen», stellt Bachmann klar und schiebt nach, «das ist ein realistisches Ziel, denn wir glauben an die Qualität unserer Mannschaft.»

Statt 7 Punkten Vorsprung 3 Punkte Rückstand

Ponte definiert seine Aufgabe wie folgt: «Sie ist nicht einfach, aber lösbar.» Auch er beruft sich auf seine Erfahrungen, die er mit dem FC Sion gemacht hat und nun einbringen will. «Meine Arbeit hat Früchte getragen. Deshalb will ich etwas Ähnliches in Aarau probieren.» Allerdings war die Lage im Wallis nicht ganz so angespannt. Denn dort startete Ponte nicht mit einer Hypothek von 3 Punkten, sondern mit einem Vorsprung von 7 Punkten zur Mission «Nicht-Abstieg».

Wie damals beginnt sein Engagement mit einem Gastspiel in Basel. «Vielleicht ist das ein gutes Omen», glaubt Ponte.

Sendebezug: SRF zwei, sportpanorama, 22.03.15 18:10 Uhr

Legende: Video Bachmann: «Er kann die Spieler nochmals neu pushen» abspielen. Laufzeit 2:02 Minuten.
Vom 23.03.2015.

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Reini Styger, 8572 Berg
    Das wird sehr schwer für den mutigen und sympathischen Raimondo Ponte. Es fehlt an Substanz, nicht aber an Raubeinen, die andere Mannschaften (FCZ) die Seele rauben total aus dem Gleichgewicht bringen. In der Superligue mit nur 10 Teams hat es kaum mehr Platz für den FCA, wenn zum Beispiel Servette, Xamax, Lugano oder Lausanne wieder kommen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von E Basler, Schweiz
    Ich hoffe doch sehr das er es schafft. Aarau darf nicht absteigen. Das ist ein sehr sympathischer Club mit guten Fussballer. Wenn jetzt die Frage kommt wer denn Absteigen sollte dann würde ich mir Sion wünschen. Dieser Constantin ist eine Zumutung für den Schweizer Fussball und nur eine Lachnummer. Würden sie Absteigen bin ich mir sicher das er aufhört den Diktator zu spielen. Luzern wird es bestimmt schaffen und GC darf nicht Absteigen sonst wären ja keine Klassiker mehr machbar gegen Basel.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Hans Koller, Basel
      Sion hat zuviel Potential um abzusteigen. Genauso wie Luzern und GC. Ich hätte gerne, dass Vaduz absteigt aber leider spielen die zurzeit einen überraschend guten Fussball für ihre Möglichkeiten. Aarau wird es schwer haben oben zu bleiben.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Fussball Kenner, Aarau
      die Frage sei schon erlaubt: wenn wir schon nur 10 Klubs in der obersten Schweizer Liga haben wollen, weshalb wir dann noch einen Platz nach Liechtenstein vergeben. Und für alle Vereine rund um Auf- und Abstieg ist ein modernes Stadion, eine stabile Mannschaft sowie ein Szenario für die Challenge League nicht vernünftig unter einen Hut zu bekommen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von mflury, h,kappelen
    ....ich bin überzeugt, ein pfofi wie raimondo ponte schafft das.sion lässt grüßen.Wünsche alles gute und möglichst bald einen 3er!....
    Ablehnen den Kommentar ablehnen