Zum Inhalt springen

Super League Vanins-Patzer leitet Zürichs Pleite ein

Im 2. Zürcher Derby haben effiziente Grasshoppers den Spiess umgedreht. Mit einem 4:0 fügten sie dem FCZ sogar die höchste Saisonniederlage zu.

Legende: Video Zusammenfassung FCZ - GC abspielen. Laufzeit 5:16 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 21.10.2017.
  • Antwort: Nach dem 0:2 zum Saisonstart rückt GC die Zürcher Hierarchie neu zurecht
  • Ungeschlagenheit: Der Rekordmeister punktet unter Yakin im 6. Spiel in Folge
  • Rückschlag: Die erst 2. Niederlage lässt den FCZ auf Rang 3 abrutschen

In bislang 11 Meisterschaftspartien hatte der FC Zürich nie mehr als einen Gegentreffer kassiert. Ausgerechnet gegen Erzrivale GC musste Keeper Andris Vanins gleich 4 Mal hinter sich greifen. Einerseits war für einmal die Abwehrarbeit des Aufsteigers mangelhaft, andererseits erteilte der Gegner eine Lehrstunde in Sachen Effizienz.

So erhöhte Nedim Bajrami mit der zweiten Chance des Spiels in der 56. Minute bereits auf 2:0. Eine unsortierte FCZ-Abwehr stand dabei fast schon Spalier. Noch vor Ablauf einer Stunde brachte das Penaltytor Marco Djuricins die definitive Entscheidung in diesem 248. Derby vor knapp 18'000 Zuschauern.

Legende: Video Vanins kassiert gegen Andersen ein «Ei» abspielen. Laufzeit 0:28 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 21.10.2017.

Die Keeper im unterschiedlichen Fokus

Das Ungemach hatte für das Team von Trainer Uli Forte nach exakt 15 Minuten seinen Lauf genommen. So fiel das 1:0 entgegen dem Spielverlauf, der Gastgeber hatte zuvor 3 Möglichkeiten ausgelassen. Bei Lucas Andersens Abschluss aus sehr spitzem Winkel machte Vanins eine unglückliche Figur. Der lettische Nationalgoalie muss diesen Treffer klar auf seine Kappe nehmen.

Gänzlich anders agierte sein Gegenüber Heinz Lindner: Der Österreicher machte in der 11. Minute mit einem überragenden Reflex eine Grosschance von Michael Frey zunichte. Quasi im Gegenzug schlug es dafür auf der anderen Seite ein.

Und als wären die Zürcher nicht schon ausreichend bestraft gewesen, stellte der erst 19-jährige Cédric Zesiger in der Schlussphase mit seinem Super-League-Tordebüt noch auf 4:0. Seit 1948 (!) hat der FCZ als Heimteam kein Derby mehr so hoch verloren.

Sendebezug: Radio SRF 3, Laufende Live-Einschaltungen, 21.10.2017 19:00 Uhr

7 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Reini Styger (stygersson)
    @Jens Müller: Sorry, aber beim ersten Spiel war GC hoffnungslos unterlegen. Das hatte in keinster Art und Weise mit Glück zu tun. Ich verstehe zwar, dass Ihnen GC am Herzen liegt, aber lassen doch den Verstand walten. Ich habe ja auch gesagt, der Derbysieg von GC gestern Abend sei verdient gewesen...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Fabio Del Bianco (fäbufuessball)
    Bei GC läuft es. Doch glaube ich, hat ein jeder gesehen das die gezeigte Leistung beider Teams eher auf ein Remis zielt. Doch zählen im Fussball die Tore. Mich hat das Ganze etwas an YB-Thun 0-4 erinnert. Hervorheben möchte ich Heinz Lindners Parade gegen M.Frey... sensationell!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von R W (RW)
      @ Del Bianco: Sie haben wohl nur die Zusammenfassung gesehen. Also ich denke, wenn sogar der gegnerische Trainer von einem verdienten Sieg spricht, kann niemand mehr etwas dagegen sagen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Fabio Del Bianco (fäbufuessball)
      @R W (RW), T: Sie haben recht, habe nur die Zusammenfassung gesehen. Die Aussagen von Uli Forte (FCZ) deuten tatsächlich NICHT auf das hin, was ich gesehen habe (vorallem in der 1. Halbzeit VOR dem 0-1) Doch sind die 3 Chancen des FCZ ja nicht "erfunden". Das Ganze wirkt etwas kontrovers auf mich.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Reini Styger (stygersson)
    GC soll sich ja nicht zu viel einbilden. Mit der gleichen Effizienz hätte es 3:0 geheissen, bevor Vanins das 0:1 ermöglichte. Mit der zweiten Chance das 0:2 und hernach der Penalty zum 0:3 war zu reichlicher Lohn für das Gebotene, wenn auch der FCZ unerklärlich unsortiert agierte. In einem normalen Spiel hätte das Resultat danach 3:3 gelautet und GC wäre kaum zum verdienten, aber viel zu hoch ausgefallenen Sieg gekommen. Es kommen wieder normalere Zeiten, das gilt auch für GC.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Jens Mueller (Jens Mueller)
      Mit dem "hätte" kann man sich nichts kaufen. Es zählen nur die Tore und kämpferisch war GC auch besser. GC hat alles für den Sieg gegeben. Und ausserdem im ersten derby der Saison hatte Zürich das Glück auf seiner Seite gehabt. Es hätte eben auch anders enden können.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen