Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Nach Nike-Kontroverse Weltverband verbietet Laufschuh-Prototypen

In Wettkämpfen dürfen künftig nur noch Schuhe verwendet werden, die seit mindestens vier Monaten im Handel sind.

Neue Schuhe und Fuss
Legende: Einer der umstrittenen Prototypen Der Nike-Vaporfly imago images

Nach der Flut an Fabelzeiten auf den Langstrecken hat der Leichtathletik-Weltverband World Athletics seine Schuh-Regeln geändert und verbietet künftig das Tragen von futuristischen Prototypen im Wettkampf.

Kern der neuen Regel, die am 30. April in Kraft tritt, ist, dass Schuhe künftig vier Monate lang für jeden öffentlich im Handel erhältlich sein müssen, bevor sie im Rennen benutzt werden dürfen.

Erlaubt ist hingegen, allgemein erhältliche Schuhe aus ästhetischen oder medizinischen Gründen abzuändern, wie der Weltverband weiter mitteilte. Dagegen darf eine Sohle künftig nicht dicker als 40 Millimeter sein, der Schuh nicht mehr als eine starre Platte enthalten.

Streit nach Kipchoge-Rekord

Das Verbot bezieht sich vor allem auf Laufschuhe des Sportartikel-Giganten Nike. Mit einem neuen Modell des US-Konzern lief unter anderem der Kenianer Eliud Kipchoge den Marathon als erster Mensch unter zwei Stunden. Der betreffende Schuh soll Läufern einen Zeitvorteil von 3 bis 4 Prozent bringen. Daraufhin war eine Kontroverse entbrannt.

Video
Im Oktober durchbrach Kipchoge die Marathon-Schallmauer
Aus Sport-Clip vom 12.10.2019.
abspielen

12 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Adi Berger  (Adi B.)
    Sportverbände bzw ihre oft geltungssüchtigen Funktionäre neigen halt zu Überreuluerungen auf allen Ebenen. Trifft übrigens keider nicht selten auch auf Parteien und Politiker zu.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Christoph Dipner  (grischdoff)
    Ein Witz vom LA-Weltverband oder von SRF: "Der betreffende Schuh soll Läufern einen Zeitvorteil von 3 bis 4 Prozent bringen."
    1 % entspricht rund 80 Sekunden (das wären etwa 400 Meter)
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Timo Bucher  (rasifix)
    Als ob ein Schuh so einen Unterschied machen würde. Da ist ja kein Motor drin. Es geht hier doch vor allem um Marketing, damit man dann diese "Wunderschuhe" an viele übereifrige Breitensportler teuer verkaufen kann. Wenn mir jemand die Schuhe bezahlt, lasse ich mich gerne selbst vom Gegenteil überzeugen!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Lukas Häberli  (Yoshi)
      Dann haben sie wohl nicht so viel Ahnung von Physik und Biologie.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Josef Graf  (Josef Graf)
      Ich glaube, es geht Herrn Bucher einfach darum, jemanden zu finden, der ihm mehrere Paare neuer Schuhe bezahlt. Auch Herr Bucher wird nämlich wissen, dass beim Weltrekordlauf von Kipchoge der neue Schuh nicht bloss zum Ausprobieren eingesetzt wurde, sondern weil man bei Nike wusste, dass dieser Schuh einen Vorteil bringt. Man hätte sicher nicht den aufwändigen Rekordlauf mit einem Versuchsschuh gefährdet. Und Nike ist ja nicht gerade zimperlich, wie das Nike-Oregon-Projekt zeigte.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen

Mehr aus LeichtathletikLandingpage öffnen

Nach links scrollen Nach rechts scrollen