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Langlauf Cologna muss Tour-Sieg wohl abschreiben

Dario Cologna ist beim 25-km-Verfolgungsrennen der erhoffte Exploit nicht geglückt. Der Münstertaler büsste in Toblach viel Zeit ein und hat kaum noch Chancen auf den Gesamtsieg in der Tour de Ski. Bei den Frauen feierte Marit Björgen ihren 5. Etappenerfolg.

Legende: Video «Zusammenfassung 5. TdS-Etappe» abspielen. Laufzeit 3:59 Minuten.
Aus sportaktuell vom 08.01.2015.

Dario Cologna startete mit einem Rückstand von 54,8 Sekunden auf Leader Petter Northug in das 25-km-Verfolgungsrennen von Toblach. Die geplante Aufholjagd und der Angriff auf die Spitze des Gesamtklassements blieb aber aus.

Cologna fand nie den Anschluss an die Spitzengruppe um die Norweger Petter Northug und Martin Johnsrud Sundby sowie Calle Halfvarsson (Sd) und Jewgeni Below (Russ) und büsste kontinuierlich Zeit auf das Quartett ein. Ein Grund dafür war auch die mangelnde Unterstützung in seiner Verfolgergruppe – keiner der Läufer war gewillt, dem dreifachen Tour-Sieger bei der Führungsarbeit Hilfe zu leisten.

Tour-Sieg in weite Ferne gerückt

Im Ziel, das der Münstertaler als 7. erreichte, resultierte schliesslich ein Rückstand von 1:46 Minuten auf Northug, der sich den Etappensieg sicherte. Somit liegt für Cologna nicht nur der Sieg an der Tour de Ski wohl ausser Reichweite. Der 28-Jährige muss sogar um einen Podestplatz bangen. In der Gesamtwertung liegt Cologna als 7. schon 2:01 Minuten hinter Northug und 1:49 Minuten hinter dem drittplatzierten Sundby.

Legende: Video «Dario Cologna im Interview» abspielen. Laufzeit 1:46 Minuten.
Vom 08.01.2015.

«Es lag leider nicht mehr drin, aber es war zu erwarten», sagte der geschlagene Cologna nach dem Rennen. «Das Ziel ist es jetzt, zum Abschluss noch zwei gute Etappen abzuliefern.» In Val di Fiemme kommt es Samstag zu einem Massenstart-Rennen über 15 km und am Sonntag zum berüchtigten Anstieg auf die legendäre Alpe Cermis.

Mit Toni Livers klassierte sich als 19. ein zweiter Schweizer in den Top 20. Curdin Perl verbesserte sich auf Platz 24, Jonas Baumann (27.) und Roman Furger (51.) gelangen keine Exploits.

5. Sieg in der 5. Etappe für Björgen

Bei den Frauen baute Marit Björgen im Verfolgungsrennen über 15 km ihren Vorsprung in der Gesamtwertung auf über 2 Minuten aus. Zweite ist nach wie vor ihre norwegische Landsfrau Heidi Weng. Titelverteidigerin Therese Johaug (No) geht mit 3 Minuten Rückstand auf Björgen in die letzten beiden Etappen vom Wochenende im Val di Fiemme. Die Berner Oberländerin Nathalie von Siebenthal klassierte sich in der 5. Etappe im guten 20. Rang.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 08.01.14 12:05 Uhr

Legende: Video «Curdin Perl im Interview» abspielen. Laufzeit 1:38 Minuten.
Vom 08.01.2015.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Steiner, 8810 Horgen
    @p.m.: hm, eben nicht unbedingt. Für mich etwas schleierhaft ist, warum ein Manificat, Maurice, der gestern mit seiner Skiwahl schon ein sehr anstrengendes Rennen lieferte, in der Streckenwertung so viel schneller war als das führende Quartett. Auch er war alleine unterwegs, warum war dies für Cologna nicht möglich? Ich denke, er ist bis jetzt schlicht und einfach nicht so in Form, um bei den Besten dabei zu sein und wie wir Schweizer uns dies bei jedem Renne erhoffen :-).
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  • Kommentar von Langlaufexperte, Davos
    Wie ich es provezeit hatte. Cologna gut, aber nicht so gut wie die Besten...Podest ist ausser Reichweite! 5. oder 6. Rang....er wirkt nicht spritzig wie in den Jahren davor. Evtl. war der Trainerwechsel falsch....
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    1. Antwort von peter meier 1, zuerich
      Bravo Langlaufexperte. Fuer diese Prognose braucht man kein Profet sein, denn das war ja logisch. Wenn vorne 4 Spitzenlaeufer zusammenspannen koennen, kann auch der Beste alleine nichts ausrichten, geschweige denn was aufholen. Windschatten und so.
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    2. Antwort von Neue Rechtschreibung, Duden
      Schreibt man prophezeien resp. Prophet nun mit v oder f?
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    3. Antwort von Gattaca, Bern
      @Peter Meier; Magnificat hat ca 30 Sekunden auf die Besten aufgeholt, hat immer geführt, hatte also selten bis nie Windschatten. Unmöglich war es also nicht.
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    4. Antwort von Dave Sindler, S-chanf
      Vielen Dank, Prophet und Experte. Das er auf 25 Kilometer alleine gegen die Spitzengruppe nichts ausrichten kann sollte für Sie als Experte logisch sein und hat weder etwas mit dem Trainer noch der Spritzigkeit zu tun.
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    5. Antwort von Patrick Schmutz, Hölstein
      ...da gebe ich ihnen völlig recht. Ich bin auch der Meinung, dass er überhaupt nicht in Form ist. Dies sieht man an den bisherigen erbrachten Leistungen und auch im Sprint. Bei seinen Siegen an der Tour war er auch im Sprint jeweils in der Entscheidung dabei. Der Trainerwechsel war m.E. falsch was aber nicht nur alleine auf Cologna zurückzuführen war, sondern auch auf die oberen Bosse, welche Hetland zurück stufen wollten. Sie hat in den vergangenen 2-3 Jahren? hervorragende Arbeit geleistet.
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