Dopingaffäre: Russland droht WM zu verpassen

Die Suspendierung des russischen Leichtathletik-Verbandes (RUSAF) wird voraussichtlich nicht vor den Weltmeisterschaften im August in London aufgehoben.

Sebastian Coe und Rune Andersen

Bildlegende: IAAF-Präsident Sebastian Coe und Rune Andersen, Leiter der IAAF-Taskforce. Keystone

Russlands Leichtathleten bleiben weiterhin gesperrt. Dies teilte der Weltverband IAAF am Montagabend nach einer Council-Sitzung in Monte Carlo mit. Damit droht das russische Leichtathletik-Team die WM im August in London zu verpassen.

«  Die RUSADA wir erst im November voll arbeiten können. »

Rune Andersen

Die Aufhebung des im November 2015 verhängten Banns wegen systematischen Dopings hänge davon ab, wann die nationale Anti-Doping-Agentur des Landes (RUSADA) wieder unabhängig und korrekt arbeiten werde. «Die RUSADA soll bis Mai zum Teil wieder funktionsfähig sein, aber erst im November wieder voll arbeiten können», sagte Rune Andersen, Leiter der IAAF-Taskforce.

Ausnahmeregelungen für Nachwuchsathleten

Die IAAF will russische Athleten, die den Nachweis von unabhängigen Doping-Tests in den vergangenen Monaten erbringen können, unter neutraler Fahne bei internationalen Titelkämpfen an den Start gehen lassen. Ohne jegliche Einschränkungen dürfen ab sofort russische U15-Leichtathleten wieder an internationalen Wettbewerben teilnehmen.