Spannende Ausgangslage auf dem Brünig

120 Schwinger kämpfen am Sonntag auf dem Brünig um den wichtigsten Sieg der Saison. In Abwesenheit von Schwingerkönig Matthias Sempach und dem formstarken Christian Stucki ist die Liste der Favoriten lang.

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Brünigschwinget: Lange Favoritenliste

1:05 min, aus sportaktuell vom 25.7.2015

Insgesamt 120 Schwinger treten am Sonntag auf dem Brünig an. Mit je 50 Athleten sind der Berner und der Innerschweizer Verband vertreten, für die Nordwestschweiz sind 20 Teilnehmer am Start.

Zu den grossen Abwesenden gehören Matthias Sempach und Christian Stucki. Schwingerkönig Sempach verpasst wegen einer Fussverletzung die ganze Saison. Stucki hat für seine drei möglichen Bergfest-Teilnahmen den Schwarzsee, den Weissenstein und die Schwägalp ausgewählt. Ebenfalls nicht mit dabei ist Rekordsieger Martin Grab (5 Erfolge) wegen Knieproblemen.

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Wenger holt sich den Brünig-Sieg 2014

4:27 min, aus sportpanorama vom 27.7.2014

Schafft Wenger die Titelverteidigung?

In Abwesenheit dieses Trios präsentiert sich die Ausgangslage äusserst offen und spannend. Zu den grössten Berner Trümpfen gehört Kilian Wenger. Der Schwingerkönig von 2010 geht auf dem Brünig als Titelverteidiger in den Wettkampf. Neben Wenger ist Matthias Glarner, Bernhard Kämpf, Matthias Siegenthaler und Florian Gnägi einiges zuzutrauen. Gespannt darf man auf den Auftritt des 18-jährigen Remo Käser sein.

Laimbacher der grösste Innerschweizer Trumpf

Für die Berner geht es vor allem auch darum, die Dominanz der Innerschweizer an den Bergfesten dieser Saison zu beenden. Bereits dreimal stellte der ISV 2015 schon die Sieger. Mit Philipp Laimbacher (Stoos) und Joel Wicki (Schwarzsee) sind zwei der drei Gewinner auch auf dem Brünig mit dabei.

Während ein weiterer Erfolg des erst 18-jährigen Wicki eine Überraschung wäre, ist Laimbacher einer der meistgenannten Favoriten. Mit Benji von Ah, Peter Imfeld, Marcel Mathis, Andi Imhof und Christian Schuler könnten noch weitere Innerschweizer ein Wörtchen um den Festsieg mitreden.

«  Wer ganz nach vorne will, muss es sich hart verdienen. »

Matthias Sempach

Nur zu den Aussenseitern gehören die Nordwestschweizer, die zuletzt auf dem Weissenstein nicht überzeugen konnten. Die grössten Chancen auf einen Exploit dürften Christoph Bieri, Bruno Gisler und Remo Stalder haben.

Für den grossen Abwesenden Sempach ist eines auf jeden Fall klar: «Wer ganz nach vorne will, muss es sich hart verdienen. Der Brünig-Sieger hatte bisher immer ein gutes Notenblatt. Es fällt mir keiner ein, der den Brünig locker gewinnen konnte.»

Spitzenpaarungen 1. Gang

Laimbacher Philipp
-Gisler Bruno
Bieri Christoph
-Wenger Kilian
Schuler Christian
-Gnägi Florian
Von Ah Benji
-Anderegg Simon
Imhof Andi
-Glarner Matthias
Imfeld Peter
-Stalder Remo
Mathis Marcel
-Siegenthaler Matthias
Fankhauser Erich
-Kämpf Bernhard
Scheuber Lutz
-Zaugg Thomas
Nötzli Bruno
-Sempach Thomas
Wicki Joel
-Käser Remo
Gasser Stefan
-Aeschbacher Matthias

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 22.07.2015 22:20 Uhr