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Skispringen Ammann stürzt bei Kraft-Sieg

Simon Ammann ist beim Auftakt der Vierschanzentournee gestürzt und muss seine Träume vom Triumph bereits begraben. Der Österreicher Stefan Kraft gewann das Springen in Oberstdorf vor Michael Hayböck und Peter Prevc.

Legende: Video «Zusammenfassung Vierschanzentournee in Oberstdorf» abspielen. Laufzeit 2:02 Minuten.
Vom 29.12.2014.

Simon Ammanns 17. Auftritt bei der Vierschanzentournee ist mit Sicherheit der bitterste: Hatte der Toggenburger vor dem Start noch mit dem Gesamtsieg geliebäugelt, musste er die Träume bereits nach dem 1. Sprung im Neuschnee von Oberstdorf begraben. 133 Meter weit segelte Ammann, stürzte danach aber kopfüber in den Schnee und verpasste deswegen die Qualifikation für den 2. Durchgang.

Ammann: «Konnte den Sturz nicht verhindern»

Für den 4-fachen Olympiasieger war dabei gleich doppeltes Pech im Spiel: Bei einem «normalen» Springen ohne K.o.-System hätte es Ammann noch in den 2. Durchgang geschafft. «Der Neuschnee hat ein wenig gestoppt», analysierte er nach dem Wettkampf, «ich konnte den Sturz nicht verhindern».

Legende: Video «Ammanns Sturz in Oberstdorf» abspielen. Laufzeit 1:21 Minuten.
Vom 29.12.2014.

Dominante Österreicher

Den Sieg machten danach andere unter sich aus. Nach den Direktduellen lagen die Österreicher in Front. Stefan Kraft führte vor dem Slowenen Peter Prevc und dem österreichischen Routinier Andreas Kofler. Am Schluss verteidigte Kraft den Vorsprung gegen das breite Favoritenfeld: Der 21-Jährige legte mit 136,5 und 129 Metern zweimal einen imposanten Satz hin und feierte mit 291,9 Punkten seinen 1. Weltcupsieg.

Michael Hayböck (Ö/285,0 Punkte) und Prevc (Sln/283,9) komplettierten das Podest. Mit Kofler auf Rang 5 zeigten die Österreicher eine starke Teamleistung.

«Das ist extrem ärgerlich»

Die Enttäuschung war bei Ammann nach seinem Aus natürlich gross: «Das ist extrem ärgerlich, man darf einfach nicht stürzen», so Ammann. Das ganze Gewicht habe plötzlich auf seinem linken Bein gelastet. «Mein Flug war ziemlich gut und ich dachte, dass ich ihn auch gut zu Ende bringen kann.»

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 29.12.2014, 17:25 Uhr

8 Kommentare

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  • Kommentar von Raffi, asap
    Aergerlich finde ich auch, dass Simi ohne KO System dennoch den 2. Durchgang erreicht hätte. Und somit auch noch eine Chance auf den Gesamtsieg gehabt hätte. Wenn das System etwas taugen würde, würde es in jedem Springen angewendet. Nicht nur an der Tour. Wobei es an der Tour, die aus 8 Sprüngen besteht, besonders ungeeignet ist. Da hätte Simi tatsächlich in den 7 übrigen Sprüngen die rund 30 punkte aufholen können. So haben Sie einen der Favoriten schon nach dem 1. Sprung eliminiert. Eigentor!?
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  • Kommentar von thomas bühler, brienz
    Schade, schade! Vor allem weil mit dieser Weite noch alles drin gewesen wäre... Viele Springer liessen im 2. Durchgang Federn. Aber jetzt bringt alles Wenn und Aber nichts mehr. Simi ist auch ohne Tournee ein Gigant des Skispringsports!!!
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  • Kommentar von Monika Denth, Zürich
    Wenn einer "purzelt", dann sicher er! Schade! Mit seiner Routine hätte er aber wissen müssen, dass er bei der Landung etwas Rücklage hätte haben müssen. Die anderen Springer hatten damit wirklich keine Probleme. Ich gehe davon aus, dass Simi die passende(n) Ausrede(n) finden wird!
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    1. Antwort von Werner Blatter, 9525
      Unter solchen Bedingungen 133 M zu springen ist bei Top verhältnissen nicht einfach dass zeigt halt in welchem grenzbereich Skispringen ist... Für Sie als Zürcherin natürlich kein problem Sie machen dass mit Links vor dem Frühstück!
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    2. Antwort von Hanspeter Preisinger, Zürich
      Oder wie mein Fluglehrer damals meinte: Fliegen ist gar nicht so schwer, wenn nur das Landen nicht wäre...
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    3. Antwort von Peter Camenzind, Arlesheim
      Wow, Frau Denth, Sie verstehen ja richtig was von Skispringen! Genau: Rücklage bei der Landung, so einfach. Ich glaube, Simi bräuchte unbedingt noch einen Coach wie Sie...
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    4. Antwort von Peter Bänziger, D 71277 Rutesheim
      Frau Denth hat vollkommen Recht. Mit seinen Erfolgen, mit seiner Erfahrung darf das nie geschehen. Es sind viele junge unerfahrene Springer dabei gewesen und keiner hat Probleme gehabt. Und wegen 133 M es sind einige weiter gesprungen und das auch ohne Probleme. Nicht immer alles aus der SCHWEIZER-BRILLE sehen. Ach übrigens bevor ihr Deutsche beleidigt, ich bin auch Schweizer, aber durch viele Jahre Ausland-Aufenthalt sieht man VIELES durch eine andere Brille!!!
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