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Triathlon Schweizer Triathleten in Hochform: Silber im Teamwettkampf

Die Schweizer Festspiele an der Triathlon-EM in Genf haben am Sonntag ihre Fortsetzung gefunden. Im Mixed-Team-Wettkampf sicherte sich das Schweizer Quartett mit Jolanda Annen, Andrea Salvisberg, Nicola Spirig und Sven Riederer die Silbermedaille.

Schlussläufer Riederer nahm den sogenannten «Super-Sprint» (0,2 km Schwimmen, 6,6 km Rad, 1,6 km Laufen) zusammen mit Frankreichs Europameister David Hauss und dem Briten Thomas Bishop als Führender in Angriff.

Legende: Video Barfuss-Coup: Hauss rennt ohne Schuhe los abspielen. Laufzeit 1:19 Minuten.
Vom 12.07.2015.

Das Spitzentrio blieb bis zum letzten Wechsel auf die Laufstrecke zusammen - ehe Hauss seinen beiden Konkurrenten ein Schnippchen schlug. Der Franzose verzichtete darauf, sich die Laufschuhe anzuziehen, rannte barfuss los und schaffte es so, die entscheidende Lücke aufzureissen. Riederer sicherte seinem Team hinter dem entfesselten Europameister mit knapp 10 Sekunden Rückstand die Silbermedaille. Bronze ging an England.

Spirig schliesst die Lücke

Im Kampf um die Medaillen drehten die Schweizer erst nach Halbzeit so richtig auf. Während Jolanda Annen und Andrea Salvisberg ein solides Rennen zeigten und mit der Spitze auf Tuchfühlung blieben, liess Spirig einmal mehr sämtliche Konkurrenten stehen. Die Europameisterin schloss auf der Radstrecke zur Spitze auf und tauchte nach dem Laufen als Erste in der Wechselzone auf.

Das Schweizer Team liess sich auch von einer Zeitstrafe (15 Sekunden) nicht beirren. Bevor Spirig an Riederer übergeben konnte, musste die Zürcherin in die sogenannte «Penalty-Box». Salvisberg hatte zuvor bei seinem Wechsel die weisse Linie zu früh überquert.

Legende: Video Siegerinterview mit David Hauss (französisch) abspielen. Laufzeit 1:42 Minuten.
Vom 12.07.2015.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 12.07.2015, 12:05 Uhr

6 Kommentare

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  • Kommentar von Max Blatter, 5620 Bremgarten
    ...ut sit mens sana in corpore sano: Hauss hat (ganz im Sinne des römischen Satirikers Juvenal) gezeigt, dass ein waches Köpfchen wichtiger ist als ein "sixgepackter" Körper. Félicitations!
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  • Kommentar von mike baumann, zürich
    @ Disch, wen interessierts! Super coole Aktion!!!
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  • Kommentar von Markus Disch, Chur
    Die Laufschuhe des Franzosen stehen neben dem Velo, als er Barfuss auf die Laufstrecke ging. Ich frage mich ob er die Laufschuhe nicht in die Box legen muss, wenn er sie zurück lässt. Also 15 Sekunden Penaltybox!
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    1. Antwort von H. Müller, Zürich
      Sein Velo steht auch noch neben der Box. Er hat vergessen die Räder abzumontieren und Rahmen und Räder in der Box zu verstauen. Mindestens 30 zusätzliche Strafsekunden sind das allemal!
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    2. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Schon komisch, dass niemand auf die Idee kommt, dass der Sieg nicht bei diesem letzten Wechsel vergeben wurde, sondern am Anfang, als Salvisberg diesen dummen Fehler gemacht hat. Genau diese 15 Sekunden haben am Schluss gefehlt. Hauss wat halt schlauer als die beiden anderen und hat es ausgenützt, dass es seit dem Jahresbeginn nicht mehr zwingend vorgeschrieben ist, mit Schuhen zu laufen. Vom Rest (Räder abmontieren und in der Box verstauen) habe ich noch nie etwas gehört.
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    3. Antwort von J. Baumgartner, Erlangen, Deutschland
      @ Juha Stump, ich schätze die Ironie von Herrn Müller ist Ihnen entgangen. Ob diese 15s wirklich ausschlaggebend gewesen wären, ist reine Spekulation. Auf dem Papier mag das stimmen, jedoch verhält sich ein Gegner ganz anders, wenn sich noch einer 15s vor ihm befindet. Es ist immer wieder erstaunlich zu was der menschliche Körper in der Lage ist, wenn der Kopf mitmacht. Glückwunsch an das Team!
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