Buemi: Erst Trainingscrash, dann Disqualifikation

Formel-E-Fahrer Sébastien Buemi ist beim Saisonfinal in Montreal im ersten von zwei Rennen nachträglich disqualifiziert worden und hat seine Führung im WM-Klassement eingebüsst. Am Ursprung stand ein Unfall im Training.

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Buemi erlebt in Montreal einen Tag zum Vergessen

1:53 min, aus sportaktuell vom 30.7.2017

Sébastien Buemi hatte die Ziellinie als Vierter überquert, womit er sich vor dem letzten ePrix der Saison zunächst einen Rückstand von 6 Punkten auf Lucas di Grassi eingehandelt hatte.

Die Hypothek wurde für den Schweizer Stunden nach dem Rennen jedoch ungleich grösser, da er nachträglich gar disqualifiziert wurde, weil sein zweites Auto zu leicht war.

Schwerer Crash im Training

Am Ursprung des Verlusts der Leaderposition in der Gesamtwertung lag ein ärgerlicher Zwischenfall im zweiten freien Training. Buemi unterschätzte eine leichte Richtungsänderung, schlug in der Streckenbegrenzung ein und beschädigte das Auto schwer.

Buemi konnte sich danach selbstständig aus dem Wrack befreien. Er blieb trotz dem Aufprall mit hoher Geschwindigkeit unverletzt.

Der heftige Crash von Buemi

Neben der Reparatur mussten die Techniker des Teams Renault e.dams auch einen Batteriewechsel vornehmen, der gemäss Reglement mit der Rückversetzung um 10 Plätze in der Startaufstellung sanktioniert wird.

Buemi blieb so lediglich Startposition 12. Der Romand zeigte im vorletzten Saisonrennen schliesslich eine grandiose Aufholjagd, diese war aufgrund der Disqualifikation letztlich aber wertlos.

Titelverteidigung wird schwierig

Nun präsentiert sich die Ausgangslage für Buemi überaus schwierig, den Titel aus dem Vorjahr doch noch erfolgreich verteidigen zu können. Sein Rückstand auf Di Grassi beträgt 18 Punkte, maximal deren 29 können am letzten Renntag heute noch errungen werden.

Sendebezug: SRF 1, sportaktuell, 22:00 Uhr, 29.07.2017