Hirscher und der «Wahnsinns-Druck»

Österreich sucht den neuen Superstar nicht, es hat ihn bereits in Marcel Hirscher gefunden. Vom 23-jährigen Salzburger werden an der Heim-WM zwei Medaillen erwartet, vorzugsweise in Gold. Zu Hilfe kommen kann ihm das Duo Anna Fenninger und Kathrin Zettel.

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Ski-WM: Die österreichischen Hoffnungsträger

1:58 min, vom 30.1.2013

Österreich und Heim-WM - das passte zuletzt mehr als gut. Sowohl in Saalbach-Hinterglemm (1991) wie auch in St. Anton (2001) totalisierte das ÖSV-Team 11 Medaillen.

In Schladming ruhen die grössten Edelmetall-Hoffnungen auf 3 Athleten: Marcel Hirscher, Anna Fenninger und Kathrin Zettel sollen den Gastgebern Erfolgsspiele bescheren. 26 (!) Podestpläzte hat das Trio in diesem Winter herausgefahren, Hirscher dominierte die technischen Disziplinen mit 6 Siegen.

Das Ski-Volk erwartet 2 Hirscher-Medaillen

Fragt sich nur noch, ob die Heim-WM auch dieses Mal Flügel verleiht. Für Wolfgang Wiederstein, Ressortleiter Sport bei der Tageszeitung Die Presse, ist klar: «Druck macht sich jeder selber. Aber natürlich wird der Druck auf Hirscher der Wahnsinn sein. Das Ski-Volk erwartet 2 Medaillen von ihm. Ich traue ihm das zu.»

Bei Fenninger sieht Wiederstein seit dem eher überraschenden WM-Titel in der Super-Kombi vor 2 Jahren «eine sehr gute Entwicklung». Sie besitzt, ausser im Slalom, in jeder Disziplin Medaillenchancen. Team-Kollegin Zettel ist nach der Verletzung von Marlies Schild zur grossen Hoffnung in den technischen Disziplinen aufgestiegen.

Die Abfahrt als Highlight

Trotz den Stärken in den technischen Disziplinen: Das «Non-Plus-Ultra» sei für die Österreicher die Männer-Abfahrt, so Wiederstein. Seit 10 Jahren wartet da der ÖSV auf Gold. Wenn es erneut nicht klappt, wird der Druck im Hinblick auf die 2. WM-Woche nochmals steigen. Dann greift Hirscher ein.