Ted Ligetys zweiter Gold-Streich

Ted Ligety hat in der Super-Kombination sein zweites WM-Gold in Schladming gewonnen. Der amerikanische Super-G-Champion siegte vor Ivica Kostelic und Romed Baumann. Bester Schweizer war Sandro Viletta auf Rang 5.

Ted Ligety zeigte schon in der Abfahrt eine starke Leistung und preschte dann im Slalom vom 6. Zwischenrang an die Spitze vor.

Mitfavorit Ivica Kostelic fuhr auf dem eisigen Hang zu verhalten. «Ich habe nie in den Rhythmus gefunden und muss froh sein, mit einem solchen Slalomlauf noch Silber gewonnen zu haben», so der Kroate, der sich um 1,15 Sekunden geschlagen geben musste.

Ligety: «Druck war enorm»

«Das war hart heute», erklärte Ligety nach dem Gewinn seiner zweiten Goldmedaille in Schladming. Die Abfahrt war dem 28-jährigen Amerikaner besser geglückt, als er es für möglich gehalten hätte: «Das war eine riesige Überraschung. Ich habe da mit den Spezialisten mithalten können.» 

Mit der guten Ausgangslage sei der Druck aber enorm gewesen, meinte Ligety. «Als ich dann hörte, dass Kostelic nicht optimal gefahren war, habe ich aufgeatmet.» Gelöst fuhr er anschliessend zu seinem insgesamt dritten Weltmeistertitel. 2006 hatte er zudem Kombi-Gold bei den Olympischen Spielen von Turin geholt.

Baumann lässt Heimpublikum jubeln

Der norwegische Titelverteidiger Aksel Svindal schied ebenso aus wie die österreichische Hoffnung Benjamin Raich. Zur grossen Freude der Zuschauer sicherte sich dessen Landsmann Romed Baumann, nach der Abfahrt in Führung liegend, die Bronzemedaille.

«Das war der Slalom meines Lebens», strahlte der 27-jährige Österreicher im Ziel.

3 Schweizer in Top 10

Die Swiss-Ski-Fahrer zeigten eine gute Mannschaftsleistung. Bester Schweizer war Sandro Viletta. Der Bündner verbesserte sich dank einem starken Slalomlauf vom 16. auf den 5. Schlussrang. «Ich habe die Ski laufen gelassen. Zwei, drei Mal rutschten sie mir weg. Als im Ziel die Anzeige in grün aufleuchtete, war ich etwas überrascht», freute sich Viletta.

Auch Silvan Zurbriggen und Carlo Janka zeigten bei Flutlicht im Slalom gute Leistungen. Sie klassierten sich auf den Rängen 7 und 8. «Ich habe das Rennen heute in der Abfahrt verloren», erklärte Zurbriggen. Der Walliser war in der Abfahrt tatsächlich stark unterwegs gewesen, brachte sich mit einem Fehler im Zielhang aber um eine bessere Ausgangslage für den Slalom.

Marc Berthod hängte im Slalom an einer Stange an, musste zurücksteigen und landete auf Rang 25.

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