Swiss-Ski trennt sich von Imboden

Swiss-Ski hat sich nach nur 16 Monaten von Direktor Roland Imboden getrennt. Mit der Trennung einher geht auch eine Neustrukturierung des Verbandes.

Roland Imboden (r.) an einer Pressekonferenz neben Alpin-Chef Rudi Huber.

Bildlegende: Muss gehen Roland Imboden (r.) an einer Pressekonferenz neben Alpin-Chef Rudi Huber. Keystone

Swiss-Ski wird künftig von einer Zweierspitze geführt werden. Markus Wolf, bisher Direktor Sport und schon Mitglied der Geschäftsleitung, übernimmt in diesem Gremium den Vorsitz. Stellvertreter des Bündners, der erst seit Anfang Oktober 2013 für Swiss-Ski tätig ist, wird Marketing-Direktor Stefan Brütsch.

Wolf und Brütsch befördert

Brütsch hatte im Frühjahr und Sommer 2013 für kurze Zeit interimistisch die operative Verantwortung inne, als sich auf dem Direktorenposten die letzte Vakanz ergeben hatte.

Im März 2013 hatte Andreas Wenger die Kündigung eingereicht, weil er seitens des Präsidiums kein Vertrauen mehr gespürt hatte. Urs Lehmann, seit 2008 Verbandspräsident von Swiss-Ski, hatte sich damals dahingehend geäussert, dass die Ansichten zwischen Präsidium und Direktor in gewissen Punkten auseinander gegangen seien.

Imboden vom Schleudersitz geworfen

Nun wurde auch Roland Imboden, der innert drei Jahren der dritte Direktor bei Swiss-Ski war, vom wohl grössten Schleudersitz im Schweizer Sport bereits wieder abgeworfen.

Der Oberwalliser hatte vor seinem Swiss-Ski-Engagement in der Automobil-Branche und während sieben Jahren als Direktor von Zermatt Tourismus gearbeitet. Bei Swiss-Ski wurde Imboden (zu) wenig Dossier-Sicherheit vorgeworfen.

«Es ist extrem schwierig, neben einem starken Präsidium und den Fachspezialisten in einer starken Geschäftsleitung eine prägnante, eigenständige Position zu finden», erklärte Imboden.

Sendebezug: Radio SRF 3, Morgenbulletin, 20.10.14, 08:30 Uhr