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Weltcup Männer Adelboden und Wengen: Viele Szenarien sind möglich

Auch wenn Frau Holle ihre Arbeit nun doch noch aufzunehmen scheint: Der ausgebliebene Schnee macht den Organisatoren in Adelboden und Wengen zu schaffen. An beiden Orten gibt es einen Plan B.

Legende: Video «Aktuelle Schneesituation in Adelboden und Wengen » abspielen. Laufzeit 4:43 Minuten.
Aus sportpanorama vom 03.01.2016.

Die gute Nachricht vorweg: Die FIS gab am Samstag nach der Pistenkontrolle sowohl für die Rennen in Adelboden (9. und 10. Januar) als auch für die Rennen in Wengen (15. bis 17. Januar) grünes Licht. Die schlechte Nachricht: An beiden Orten besteht die Gefahr, dass nicht auf der Originalstrecke gefahren werden kann.

Adelboden: Start weiter unten?

Am Chuenisbärgli hat man vorgesorgt und abseits der Piste eine grosse Menge Kunstschnee vorproduziert. Davon wurden bereits rund 4000 Kubikmeter zum Rennhang gefahren. Trotzdem sagt Markus Waldner, der Chef-Renndirektor der FIS: «Es fehlt noch viel Schnee – vor allem auch in der Breite.»

Wäre das Rennen morgen, könnte nicht von ganz oben gestartet werden, sagt Waldner. Ein verkürzter Adelboden-Riesenslalom droht also. Von einer nachträglichen Absage geht Waldner nicht aus: «Es gibt keinen Plan B. Nur einen Plan A. Wir müssen fahren.»

Wengen: Ziel weiter oben?

Umgekehrt ist die Situation in Wengen. Dort ist nicht der obere Bereich das Hauptproblem, sondern der unterste Teil. «Der Zielbereich bleibt wo er ist», sagt Urs Näpflin, der Wengener Rennleiter. «Aber es kann sein, dass wir die Zeitmessung nach oben verlegen müssen.»

Es ist also möglich, dass die längste Abfahrt der Welt verkürzt und einer ihrer Schlüsselstellen beraubt wird: dem Ziel-S. «Bei diesem Szenario hätten wir aber immerhin den längsten Ziel-Auslauf der Welt», scherzt Näpflin.

Sendebezug: SRF zwei, sportpanorama, 3.1.16, 18:10 Uhr

3 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Michel, 1723 Marly
    Ich gehe davon aus, dass sich die lokalen Tourismusverantwortlichen klar darüber sind, was für Unmengen an Treibstoff für den Schneetransport notwendig sind und das dies halt auch ein Zustupf an Treibhausgasen sind und das dadurch die Aussichten auf eine reduzierte Klimaerwärmung noch kleiner werden - irgendwie pervers, mit was für Mitteln die Kacke am dampfen gehalten wird.
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    1. Antwort von Reto Müller, Winti
      da stimme ich ihnen zu.das ganze ist ein ökologischer blödsinn. zeigt aber auch, dass die erträge wohl immer noch hoch genug sind, dass die mehraufwände sich lohnen.
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    2. Antwort von Jakob Muster, OW
      @Herr Michel Sie behaupten, dass die Klimaerwärmung noch weiter angekurbelt wird durch diesen sehr aufwendigen Schneetransport mit LKW. Sie bezeichnen die Abgase der LKW als "pervers". Aber dann Frage ich mich wie Sie in die Ferien reisen. Ich gehe stark davon aus, dass sie mit dem Flugzeug verkehren. So gesehen ist das für mich "pervers". Sinnlos mit den Flugzeugen in die Ferien fliegen. Also wenn dies kein unnötiger Zustupf an Treibhausgasen ist, dann weiss ich auch nicht mehr weiter!
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