Der «Canadian Corner» - eine schwierige Rechtskurve

Eine 180-Grad-Wende müssen die Lauberhorn-Abfahrer nach dem Hundschopf hinlegen. Die Kurve nach der Minschkante wurde 1976 zwei Kanadiern zum Verhängnis - heute heisst sie «Canadian Corner».

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Lauberhorn-Schlüsselstellen: «Canadian Corner»

0:30 min, vom 7.1.2013

Wer in der Lauberhorn-Abfahrt an der «Minschkante» die Kontrolle verliert, ist in echten Schwierigkeiten, denn Zeit die Balance wiederzufinden gibt es nicht: Auf der nachfolgenden langen Rechtskurve zum «Alpweg» müssen die Cracks am Hang fahren - auf dem Talski entsteht grosser Druck.

Angriff der «Crazy Canucks»

Zuviel für Ken Read und Dave Irwin bei der Doppelabfahrt im Jahr 1976. Die beiden jungen Kanadier, die wegen ihrer verwegenen Fahrweise «Crazy Canucks» genannt wurden, fuhren die Stelle mutig an - und schieden aus. Seither heisst die Stelle «Canadian Corner».

Irwin, der nach dem Sturz fünf Tage im Spital bleiben musste, hatte schon am Vortag grosses Pech gehabt. Der damals 21-Jährige war auf dem Weg zur Bestzeit, als er am Zielsprung stürzte und in den Strohballen landete. Ken Read hingegen liess sich 4 Jahre später in Wengen als glorreicher Sieger feiern.

«Wieso heisst...?»

In einer dreiteiligen Serie stellen wir Ihnen die Lauberhorn-Schlüsselstellen «Canadian Corner», «Kernen-S» und «Österreicherloch» vor und klären auf, wie die jeweiligen Stellen zu ihren Namen gekommen sind.

Am Mittwoch: «Das Kernen-S»