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Weltcup Männer Durststrecke beendet: Janka gewinnt Superkombi in Wengen

Mit einer starken Abfahrt und einem brillanten Slalom hat Carlo Janka die Superkombination in Wengen gewonnen. Der Obersaxer setzte sich überlegen durch und steht zum 1. Mal seit fast 4 Jahren im Weltcup wieder zuoberst auf dem Podest.

Aus Adelboden waren die Schweizer Skifahrer am Sonntag bitter enttäuscht abgereist. Nun hat Carlo Janka in Wengen im 1. der insgesamt 3 Rennen für den perfekten Auftakt zum verlängerten Wochenende am Lauberhorn gesorgt.

Der Obersaxer gewann die Superkombination mit dem beeindruckenden Vorsprung von 1,31 Sekunden auf Victor Muffat Jeandet (Fr). Dritter wurde Altmeister Ivica Kostelic aus Kroatien (+ 1,38).

Legende: Video Die Kombi-Abfahrt von Janka abspielen. Laufzeit 1:21 Minuten.
Vom 16.01.2015.

Erstaunlicher Slalom-Lauf

Den Grundstein zu seinem insgesamt 10. Weltcupsieg legte Janka zwar mit der besten Zeit in der von unterhalb des «Hundschopfs» gestarteten Abfahrt am Morgen. Doch wirklich eindrücklich war die Art und Weise, wie er am Nachmittag den schwierigen Slalom absolvierte. Er verwaltete seine Reserve von 2,78 Sekunden auf den zu diesem Zeitpunkt führenden Riesenslalom-Spezialisten Muffat Jeandet souverän und büsste nur etwas mehr als die Hälfte seiner Reserve ein.

Das lange Warten

Mit seinem Triumph beendete Janka eine lange Durststrecke. Letztmals hatte der Riesenslalom-Olympiasieger von 2010 vor genau 2 Jahren auf einem Weltcup-Podest gestanden (3. in der Superkombi in Wengen). Der letzte Sieg datiert gar vom 5. März 2011 (Riesenslalom in Kranjska Gora). Dazwischen hatte Janka 3 äusserst schwierige Saisons zu überdauern, in denen die Resultate mehrheitlich ausblieben.

Mit seinem insgesamt 3. Sieg in einer Superkombination hat der Gesamtweltcup-Gewinner von 2009/10 für den 2. Schweizer Podestplatz in diesem Winter gesorgt (nach Beat Feuz Anfang Dezember in Beaver Creek).

Ted Ligety auf Platz 5

Hinter Janka fuhren Mauro Caviezel (7.) und Silvan Zurbriggen, der sich im Slalom vom 30. auf den 13. Platz verbesserte, Top-15-Plätze heraus. Marc Gisin, nach der Abfahrt Fünfter, schied im Slalom aus. Vorjahres-Gewinner Ted Ligety (USA) verlor am Morgen zu viel Zeit und klassierte sich hinter Abfahrts-Olympiasieger Matthias Mayer (Ö) auf dem 5. Schlussrang.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 16.1.15, 13:30 Uhr

21 Kommentare

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  • Kommentar von Gion Devonas, Luzern
    Herzliche Gratulation an Carlo Janka für die abgelieferte Weltklasse-Leistung am Lauberhorn.
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  • Kommentar von Fry andrea, Zürich
    Janka Super gemach Glückwünsche an das Swiss Ski Team
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  • Kommentar von jean passant, thun
    Ich muss zugeben, dass ich diesen Sieg nie erwartet hätte. Janka hat bisher eine sehr durchzogene Saison gezeigt und in Adelboden war seine Leistung schlecht. Natürlich ist es nur die Kombi, ein Wettbewerb, der auch in der Beurteilung von Janka eigentlich abgeschafft werden sollte. Eber er stand nun wieder mal auf dem Podest und das ist immer etwas wert. Swiss Ski hat bisher eine ziemlich laue Performance gezeigt, man kann hoffen, dass mehr "Pfupf" ins Tema kommt.
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    1. Antwort von D. Flückiger, Zürich
      Ein Kommentar, das man sich geirrt hat, sieht man von Ihnen nicht! Leider! Aber wie bereits schon mehrmals erwähnt, für mich hat das nichts mit Kompetenz oder Interesse am Sport zu tun, sondern nur irgendwelche Kommentare zu posten und Schweizer schlecht schreiben.
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    2. Antwort von Gion Devonas, Luzern
      Ich kann nur immer staunen was sie da von sich geben....Herr Jean Passat aus Thun! Carlo Janka hat zwei super Rennen abgeliefert und dafür gratuliere ich ihm. Nach seiner Herz-OP war es für ihn nicht so einfach wieder auf Weltklasse-Niveau zu kommen was ihm heute 100%-ig gelungen ist!
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    3. Antwort von jean passant, thun
      Herzoperation ist etwas übertrieben. Da wurde ein akzessorisches Bündel verödet, geringe Komplikationsquote, sehr hohe Erfolgsrate. Natürlich war das der Auslöser für die Krise von Janka, aber verglichen mit einer Kreuzbandruptur ist dieses Problem eigentlich viel simpler zu bewältigen. Janka hat wohl psychisch mehr Probleme mit der Situation gehabt als je berichtet wurde und ich zweifle sehr an den Kompetenzen bei Swiss Ski die Schwierigkeiten einzuordnen und korrekt anzugehen.
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    4. Antwort von Christian Hofstetter, Zürich
      Ich denke auch, dass Janka über eine längere Zeit psychische Probleme gehabt hat. Vorgeschoben wurde etwas anderes: Abstimmungsprobleme mit dem Material. Swiss Ski hat vermutlich keine gute Rolle gespielt. Glückwunsch Carlo Janka, nicht nur für den Sieg, sondern auch dafür, im Kopf wieder freier zu sein.
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