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Weltcup Männer Hirscher siegt und gewinnt die Slalom-Kugel

Die letzte Weltcup-Entscheidung bei den Männern ist gefallen: Marcel Hirscher hat nach dem Gesamtweltcup auch die Slalom-Wertung für sich entschieden. Er distanzierte seinen Konkurrenten Felix Neureuther mit einem beeindruckenden Schlussspurt.

Es war wie schon im Riesenslalom am Samstag ein Herzschlagfinale: Felix Neureuther, der Zweitplatzierte nach dem ersten Lauf, stellte eine neue Bestzeit auf und musste die Fahrt des Halbzeit-Führenden Marcel Hirscher abwarten. Dieser lag bei der 2. Zwischenzeit exakt gleichauf mit dem Deutschen, sicherte sich aber mit einem gewaltigen Schlussteil doch noch den Sieg und damit die kleine Kristallkugel.

Hirscher: «Es ist perfekt»

Für Hirscher ist es die zweite Kugel in diesem Winter und die sechste insgesamt. Den Sieg im Gesamtweltcup hatte er sich bereits am Samstag gesichert, nachdem Aksel Svindal seinen Verzicht auf den Slalom erklärt hatte. «Ich habe heute mit dieser kleinen Kugel ein weiteres grosses Ziel erreicht, es ist perfekt», so der überglückliche Sieger im Zielraum.

Der Österreicher, der sich in den letzten Tagen mit Rückenproblemen herumgeschlagen hatte, ging im 2. Lauf aufs Ganze. «Ich habe 10 Sekunden vor dem Start meinen Physio gefragt, was der Felix gemacht hat. Als er mir sagte, dass er vorne liegt, wusste ich: Ich muss jetzt nachziehen. Ein 2. Platz hätte mir schliesslich nichts gebracht», erklärte Hirscher seine Taktik.

Der geschlagene Neureuther, der sich nach dem 1. Lauf noch über die Kurssetzung beklagt hatte, gratulierte seinem Kontrahenten fair: «Marcel hat heute verdient gewonnen, er war der Beste.» Mit seiner Leistung war der 29-Jährige aber dennoch zufrieden: «Ich habe bis zum Schluss gekämpft, habe alles probiert. Ich kann mir keine Vorwürfe machen.»

Kristoffersen ohne Chance

Der Norweger Henrik Kristoffersen, der vor dem Rennen mit 40 Punkten Rückstand noch theoretische Chancen auf den Gewinn der kleinen Kugel gehabt hatte, klassierte sich nur auf Rang 11.

Luca Aerni, nach dem ersten Lauf auf Rang 21 platziert, fädelte unmittelbar nach der zweiten Zwischenzeit ein und schied aus.

21 Kommentare

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  • Kommentar von jean passant, thun
    2. Teil Bei Swiss Ski wird sehr viel schöngeredet. Die Resultate waren nur in ganz wenigen Punkten besser als zuvor, insgesamt hat man aber fast keine zählbaren Fortschritte gesehen. Swiss Ski hat die neusten Entwicklungen verschlafen. Die Tendenz geht wieder weg von der frühen Spezialisierung, siehe Kristofferson, Pinturault etc. Bei Swiss Ski hat man wieder reine Slalomfahrer, reine Speed-Spezialisten. Ich würde zu gerne diese geballte Ignoranz bei Swiss Ski verstehen lernen.
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    1. Antwort von Sandro Reinhard, Zollikofen
      Du Jean, schau dir mal die EC-Fixplätze bei den Männern an, schau dir die Chronik von Herren wie Murisier, Yule oder Mani an und freu dich auf die Zukunft, statt irgendwelche Märchen zu erfinden von wegen Tendenzen. Und erkläre mir bitte, was dich dazu bringt, Mayer als Newcomer zu betiteln?
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    2. Antwort von W. E, H
      Blödsinn! In allen Nationen hat es die Spezialisten. Viele fahren nur bei 2 Disziplinen mit. Svindal, Kristofferson, aber auch Janka sind die Ausnahmen, welche in 4 Disziplinen mitfahren. Hirscher fährt RS & Slalom dito Matt, Neureuther usw. Und "gutes" Beispiel, das gegen Ihre Argumente spricht ist diese Saison Kostelic der Slalom-Spezialist, welcher bei zu vielen Disziplinen mit gefahren ist.
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  • Kommentar von Resi Weber, Lausanne
    Herzlichen Dank an die SRF Kommentatoren, die Herren Russi und Bond. Wünsche allen, auch den Athleten/innen einen schönen Sommer und hoffe Ihr seid im Oktober wieder alle dabei.
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  • Kommentar von jean passant, thun
    Österreich hat sehr gute Newcomer, Striedinger, Mayer und Feller, Italien Nani und Aliprandini, Norwegen Haugen und Kristofferson. Deutschland hat ein Super Technikertrio, die USA Superstar Ligety und den aufkommenden Ganong. Diese Teams haben alle sehr gut gearbeitet und fahren jetzt und in Zukunft die Ernte ein.
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    1. Antwort von Daniel Morales, Uzwil
      Unsere Schweizer darf man aber in dieser Hinsicht auch loben. Immerhin drei Saisonsiege und im Slalom endlich wieder gute junge Fahrer. Janka und Feuz können bei einer guten Vorbereitung nächste Saison wieder um Weltcupsiege fahren und mit Patrick Küng ist sicher auch wieder zu rechnen. Sorgen mache ich mir eigentlich nur im Riesenslalom. Da ist Janka leider das einzige Fähnchen im Wind, das dazu diese Saison noch ziemlich schwach geweht hat.
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