Janka: «Kann es mir auch nicht erklären»

Carlo Jankas überragender Sieg in der Superkombination ist bereits der 7. Podestplatz für den 28-Jährigen in Wengen. Warum er ausgerechnet am Lauberhorn so oft auf dem «Treppchen» landet, ist auch für den Obersaxer ein Rätsel.

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Carlo Janka im Siegerinterview

1:45 min, vom 16.1.2015

Carlo Janka und Wengen: Irgendwie passt das vorzüglich zusammen. Ausgerechnet im Berner Oberland, wo der Bündner zuvor schon 6 Podestplätze (davon 2 Siege) herausgefahren hatte, sollte ihm auch am Freitag der lang ersehnte Befreiungsschlag gelingen. «Es hilft schon sehr, wenn ich hier hinkomme. Irgendwie funktioniert es einfach immer», meinte ein sichtlich gelöster Janka im Ziel. Der 3. Sieg in Wengen (Super-Kombination 2009/2015, Abfahrt 2010) kam für den 28-Jährigen nach der Enttäuschung von Adelboden wie gerufen.

Nach einem Grund für seine regelmässigen Exploits am Lauberhorn suchte der Bündner jedoch vergebens: «Ich kann es mir wirklich auch nicht mehr erklären. Es ist einfach ein gutes Gefühl hier zu fahren.» Wengen habe ihm in schwierigen Jahren oftmals das Selbstvertrauen zurückbringen können. «Es ist irgendwie ein magischer Ort für mich», so Janka.

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Die Slalom-Fahrt von Carlo Janka

1:06 min, vom 16.1.2015

«Erst im Ziel hatte ich Gewissheit»

Angesprochen auf seinen entfesselten Slalom-Lauf, hob Janka vor allem sein zuletzt gutes Gefühl auf den kurzen Skiern hervor. Die letzten Trainings im Stangenwald hätten ihm viel Vertrauen gegeben. «Dieses konnte ich nun in die Super-Kombi mitnehmen», so Janka.

Während des Slaloms habe er seine Fahrt allerdings nicht richtig einschätzen können. «Ich wusste nicht, ob mein Lauf zu langsam und zu verbremst ist. Erst im Ziel hatte ich die Gewissheit», gab der Obersaxer zu Protokoll.

Gute Vorzeichen für Sonntag

Sein bereits dritter Sieg am Lauberhorn dürfte Janka sicherlich auch Aufwind für die Spezial-Abfahrt vom Sonntag geben. Dies vordergründig deswegen, weil Janka in der Kombi-Abfahrt eine ganz starke Duftmarke hinterliess. Mit seiner couragierten Fahrt zur Bestzeit liess er Speed-Grössen wie Kjetil Jansrud (Nor) und Matthias Mayer (Ö) hinter sich.

Den zusätzlichen Regenerationstag aufgrund des wetterbedingten Tauschs von Spezial-Abfahrt und Slalom sieht der 28-Jährige als grossen Vorteil: «So hat man etwas mehr Zeit für Erholung und Vorbereitung».

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 16.1.15, 13:30 Uhr

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Sandro Viletta im Interview

1:17 min, vom 16.1.2015