Ligety entthront Hirscher am «Chuenisbärgli»

Ted Ligety hat den Riesenslalom-Klassiker in Adelboden erstmals gewonnen. Der Amerikaner profitierte dabei von einem Fehler von Halbzeit-Leader Marcel Hirscher. Der Bündner Gino Caviezel holte auf dem starken 11. Rang erstmals Weltcup-Punkte.

Das Rennen in Adelboden hätte an Spannung kaum überboten werden können. Ted Ligety, bei Halbzeit auf Rang 2, unterbot die bisherige Bestzeit deutlich und forderte den Führenden Marcel Hirscher zum Angriff heraus. Der Österreicher war bis kurz vor Schluss auf Siegeskurs, überdrehte dann aber vor der Einfahrt in den Zielhang und schied beinahe aus. Am Ende musste sich der Vorjahressieger mit Rang 16 begnügen.

«Es war ein glücklicher Sieg für mich», sagte Ligety nach dem Rennen im Ziel. «Denn Hirscher hätte mich heute eigentlich abgetrocknet.» Nichtsdestotrotz freute sich der 28-Jährige über seinen 4. Saisonsieg und seinen 15. Triumph im Weltcup insgesamt. Das Podest komplettierten Fritz Dopfer und Felix Neureuther, die damit für das beste deutsche Riesenslalom-Ergebnis der Geschichte sorgten.

Caviezel holt erstmals Weltcup-Punkte

Für die Musik sorgte aus Schweizer Sicht einzig Gino Caviezel. Der 20-jährige Bündner, der sich im 8. Anlauf erstmals für einen 2. Riesenslalom-Lauf qualifiziert hatte, zeigte eine beherzte Fahrt und verbesserte sich um 12 Ränge auf den 11. Schlussplatz. «Es war super», freute sich Caviezel über die fantastische Stimmung im Zielraum.

Marc Berthod sammelte erstmals seit dem 26. Februar 2012 in Crans-Montana wieder Weltcup-Punkte. Der Engadiner konnte sich gegenüber dem 1. Lauf um 9 Positionen verbessern und wurde 21.

Janka und Défago geschlagen

Dagegen hatten die weiteren Swiss-Ski-Athleten im 1. Lauf enttäuscht. Carlo Janka schied bei seinem Comeback nach knapp einmonatiger Weltcup-Pause aus. Auch Didier Défago fand den Tritt am «Chuenisbärgli» nicht und verpasste den Einzug in den 2. Lauf mit knapp 4 Sekunden Rückstand deutlich.