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Weltcup Männer Nach der «Riesen»-Schlappe ist Wiedergutmachung angesagt

Vor einem Jahr bezogen die Schweizer im Riesenslalom von Adelboden buchstäblich eine «Riesen»-Schlappe. Auf ein erneutes Waterloo am Samstag deutet nichts hin.

Man muss weit zurückblättern, um auf die letzte einstellige Schweizer Klassierung im Riesenslalom von Adelboden zu stossen.

  • 2011: 7. Rang Marc Berthod

Im Sog des heutigen SRF-Co-Kommentators schafften es 3 Teamkollegen in die Punkteränge. Im Winter danach setzte eine Durststrecke ein. Nachdem es 2014 noch hauchdünn geklappt hatte, fanden die Swiss-Ski-Athleten im Folgejahr nicht mal mehr Unterschlupf in den Top 20. Der Tiefpunkt war damit noch nicht erreicht.

  • 2014: 20. Rang Carlo Janka
  • 2015: 21. Rang Carlo Janka / 23. Rang Gino Caviezel
  • 2017: 23. Rang Manuel Pleisch
Legende: Video Die Schweizer und der Steilhang: ein Desaster abspielen. Laufzeit 1:23 Minuten.
Vom 07.01.2017.

8 Weltcup-Punkte waren bei der letzten Austragung die mickrige Ausbeute. Die beispiellose Schlappe am Chuenisbärgli erntete reichlich Hohn in den hiesigen Medien.

Wäre dies heute ein Training gewesen, ich hätte das Bett nicht verlassen.
Autor: Manuel PleischAls 23. Bestklassierter vor einem Jahr

Mit der Startnummer 47 und über 4 Sekunden Rückstand im Ziel hatte Manuel Pleisch, einer aus der zweiten Garde, für das einzige gültige Schweizer Ergebnis gesorgt. Der Prättigauer resümierte damals: «Wäre dies heute ein Training gewesen, ich hätte das Bett nicht verlassen.» Die Erklärung für diesen Kommentar: Pleisch war wegen Fieberschüben entkräftet.

Ausgerechnet Pleisch fand heuer im 10-köpfigen Schweizer Aufgebot für das erste Rennen im Berner Oberland keinen Platz mehr. Der 27-Jährige ist in den Europacup zurückgestuft worden und kämpft selbst dort um den Anschluss.

Murisier tastet sich ans Podium heran

Die Schweizer Riesenslalom-Asse dagegen sollten ihre Hausaufgaben so weit erledigt haben, dass am Samstag kein erneutes Debakel zu erwarten ist. Aus bisher 3 Saisonrennen konnten bemerkenswerte 239 Punkte eingefahren werden.

Legende: Video Hirscher brilliert in Beaver Creek – auch Schweizer stark abspielen. Laufzeit 1:53 Minuten.
Vom 03.12.2017.

Die Leaderrolle gehört Justin Murisier. Der 25-jährige Walliser realisierte in diesem Winter seine beiden Top-Resultate überhaupt in dieser Sparte. Nach Rang 5 in Beaver Creek (mit 15 Hundertsteln Rückstand aufs Podest) arbeitete er sich in Alta Badia auf Platz 4 vor. In den Dolomiten fehlten 0,25 Sekunden zum erstmaligen Vorstoss in die Top 3.

Vielleicht hat sich Murisier seine Premiere für die Heimfans aufgespart. Auch hinter dem aktuell 5. der Disziplinenwertung (155 Punkte) ist das Heimteam stärker und breiter aufgestellt als zuletzt.

Sendebezug: SRF 1, Tagesschau am Mittag, 05.01.2018, 12:45 Uhr.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
    Ja man durfte verärgert und Pessimistisch sein in den letzten Jahren. Doch dieses Jahr zeigen unsere Ski Jungs besonders in den Technischen Disziplinen Konstant gute Leistungen, daher finde ich schon sehr befremdlich das 28 % der Voute hier so Negativ sind! Man darf Kritisch sein wenn es sein muss, das wahr ich in den letzten Jahren oft, doch man muss auch Loben wenn es Vorworts geht, und bei den Technikern ist wirklich was passiert! Bravo Jungs und viel Glück Morgen!
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