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Weltcup Männer Selbst die 2. Reihe ist licht

Bei der Lauberhorn-Abfahrt am Samstag ist die zweite Schweizer Garde gefragt. Doch auf wen können wir denn im Schatten des einzig übrig gebliebenen Teamleaders Carlo Janka unsere Hoffnungen abstützen?

Wehmütig erinnern wir uns an die letzte Lauberhorn-Abfahrt. 7 Schweizer in den Top 12 machten ein rauschendes Skifest daraus.

Ein solch überragendes Abschneiden ist am Samstag nicht einmal in der Theorie möglich. Denn die arg dezimierten Gastgeber schöpfen ihr Startkontingent bei weitem nicht aus und schicken nur 6 Athleten ins Rennen.

Andere Pläne für die Rookies

«Im vergangenen Winter konnten wir eine kompakte Mannschaft stellen. Das sieht diesmal leider anders aus», sagt Marc Gisin. Im 2015 hatte der Zentralschweizer die Top 10 hauchdünn verfehlt.

Aus taktischen Gründen haben die Trainerverantwortlichen das Rumpfteam von Swiss-Ski weiter ausgedünnt. So lassen sie Thomas Tumler, Fernando Schmed, Urs Kryenbühl sowie Niels Hintermann statt am Lauberhorn im Europacup in Österreich antreten. Der Entscheid wird damit begründet, dass das Fis-Punkte-Konto der Rookies dringend Zuwachs benötige, damit diese ihre Startpositionen verbessern könnten.

Hinter dem übrig gebliebenen Leader Carlo Janka und Beat Feuz sowie Marc Berthod, hinter deren Comebacks ein Fragezeichen steht, greift deshalb ein Trio aus der zweiten Reihe an. Doch um wen handelt es sich dabei?

Marc Gisin mit aufgesetzter Sonnenbrille.
Legende: Blickt gerne auf letztes Jahr zurück Marc Gisin. EQ Images

Marc Gisin – an 2015 anknüpfen

  • 27-jährig aus Engelberg, A-Kader
  • Bruder von Abfahrts-Olympiasiegerin Dominique Gisin (zurückgetreten) und Slalomspezialistin Michelle Gisin
  • Debüt im Weltcup: 16. Januar 2009 (Super-Kombination in Wengen)
  • Bisherige Resultate am Lauberhorn: Ausfall (2011),
    11. Rang (2012), 31. Rang (2013), 36. Rang (2014),
    11. Rang (2015)
  • Bestes Ergebnis im Weltcup: 11. Rang (nebst Wengen diese Saison in Santa Caterina)
Nils Mani beim Baden im Wellness.
Legende: Wird ins kalte Wasser geworfen Nils Mani EQ Images

Nils Mani – vor der Heimpremiere

  • 23-jährig aus Diemtigtal im Berner Oberland, B-Kader
  • Junioren-Weltmeister Abfahrt 2013 in Québec (Ka) plus 3 weitere WM-Medaillen im Nachwuchs
  • Debüt im Weltcup: 15. Dezember 2012
  • Abfahrtstarts am Lauberhorn: Keine
  • Bestes Ergebnis im Weltcup: 31. Rang (diese Saison in Santa Caterina)
Ralph Weber spricht in die Mikrofone der Journalisten.
Legende: Neu im Fokus Ralph Weber. EQ Images

Ralph Weber – brennende Muskeln

  • 22-jährig aus St. Gallen, B-Kader
  • Junioren-Weltmeister Super- G 2012 in Roccaraso (It) plus WM-Abfahrts-Silber aus dem gleichen Jahr
  • Debüt im Weltcup: 15. März 2012
  • Bisherige Resultate am Lauberhorn: Ausfall im Ziel-S (2014), 40. Rang (2015)
  • Sein Handicap 2016: Zerrte sich kürzlich im Konditionstraining beide Oberschenkel
  • Bestes Ergebnis im Weltcup: 10. Rang (Dezember 2014 in Santa Caterina). – Dabei holte er seine ersten Weltcup-Punkte überhaupt. Das Besondere: Er erzielte diese erst im 2. Anlauf, denn während seiner Erstfahrt wurde er nach 50 Sekunden abgewunken, weil ein Konkurrent gestürzt war. Das Schneemobil chauffierte Weber anschliessend sofort zurück an den Start.

Schweizer Podestplätze in den letzten 10 Jahren

Jahr
Sieger
Zweiter
Dritter
2015Hannes Reichelt (Ö)Beat FeuzCarlo Janka
2014Patrick Küng
Hannes Reichelt (Ö)Aksel Svindal (No)
2013Christof Innerhofer (It)Klaus Kröll (Ö)Hannes Reichelt (Ö)
2012Beat Feuz
Hannes Reichelt (Ö)
Christof Innerhofer (It)
2011Klaus Kröll (Ö)
Didier CucheCarlo Janka
2010Carlo Janka
Manuel Osborne-Paradis (Ka)Marco Büchel (Lie)
2009Didier Défago
Bode Miller (USA)
Marco Sullivan (USA)
2008Bode Miller (USA)Didier CucheManuel Osborne-Paradis (Ka)
2007Bode Miller (USA)
Didier Cuche
Peter Fill (It)
2006Daron Rahlves (USA)
Michael Walchhofer (Ö)
Fritz Strobl (Ö)

Sendebezug: SRF zwei, laufende Berichterstattung Ski alpin

2 Kommentare

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  • Kommentar von U.E.Romer, Zuerich
    Der Spitzenskisport ist geprägt durch eine Vielzahl von Verletzten. Vielfach in jungen Jahren wo die Hürde ins B- oder A-Kader genommen werden muss. Vor allem in den schnellen Disziplinen wo das Risiko sehr hoch ist. Ausgerechnet der Slalom, das ehemaliges Sorgenkind der Schweizer, wird nun zur Paradedisziplin. Haben wir mit diesen jungen Leute noch einwenig Geduld.
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  • Kommentar von jean passant, thun
    Zum ersten Mal liest man kritische Zeilen zum Zustand des Alpinteams. Jankas Performance sollte nicht mehr erstaunen, er lamentiert seit Jahren über Pisten, Startnummern, Abstimmung etc. daran hat man sich gewöhnt. Mani, Weber und Co. brachten Potenzial mit und heute sind sie auf dem besten Weg zu einer Nullkarriere. Die unzähligen Verletzungen sind ganz bestimmt eine Folge von Trainingsfehlern, erstaunlich, dass nie jemand diese Fragen zu stellen wagt.
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