Auch Federer muss die Segel streichen

Schwarzer Tag für die Schweizer am ATP-1000-Turnier in Monte Carlo. Rund 2 Stunden nach dem Aus von Stan Wawrinka blieb auch Roger Federer im Achtelfinal in 2 Sätzen mit 4:6 und 6:7 an Gaël Monfils (ATP 18) hängen.

Ein Viertelfinal zwischen den beiden Schweizer Tennisassen, die im Vorjahr im Fürstentum noch den Turniersieger unter sich ausgemacht hatten, war die verlockende Aussicht.

Doch statt Stan Wawrinka und Roger Federer kämpfen nun Grigor Dimitrov und Gaël Monfils um den Halbfinal-Einzug.

Im Tiebreak den Faden verloren

Beim ersten Wiedersehen seit dem Davis-Cup-Endspiel in Lille kontrollierte der Franzose die Partie weitgehend. Vor allem konnte er seine starke Leistung über die volle Distanz durchziehen. Federer dagegen liess die letzte Konsequenz vermissen und deshalb im 2. Satz auch 2 Breakchancen ungenutzt.

Monfils sündigte zwar in diesem Bereich ebenfalls, sah in Durchgang 2 gleich deren 5 Breakbälle abgewehrt. In beiden Sätzen konnte der 28-Jährige den 17-fachen Grand-Slam-Gewinner aber in der Endphase düpieren.

Im Tiebreak verwandelte er einen 3:5-Rückstand in ein 7:5. Im 1. Satz war ihm der entscheidende Service-Durchbruch zum 5:4 gelungen.

«Werde meine Zeit brauchen»

Federer war zwar mit seinem Spiel alles andere denn zufrieden. «Eigentlich lief fast gar nichts so, wie ich es mir erwünscht hätte», meinte der Schweizer. Er gab aber zu bedenken, dass man erst ganz am Beginn der Sandsaison stehe. «Nur wenige Spieler spielen zu diesem Zeitpunkt schon perfekt. Ich werde meine Zeit brauchen, bis ich mich zu 100 Prozent wohl fühle», erklärte er.

Federers nächste Zwischenstation auf dem Weg zu den French Open (ab 24.5.) ist das 250er-Turnier von Istanbul, das am 27. April beginnt.

Sendebezug: Radio SRF 1, 15.4.2015, 18:45 Uhr.