Schweizer Fed-Cup-Team schafft Aufstieg auf dramatische Weise

Erstmals seit 2004 wird die Schweiz nächstes Jahr wieder in der obersten Spielklasse des Fed Cups spielen. Timea Bacsinszky und Viktorija Golubic sicherten ihrem Team im abschliessenden Doppel gegen die Polinnen Agnieszka Radwanska und Alicja Rosolska den entscheidenden Punkt.

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Zusammenfassung des Doppels

2:08 min, vom 19.4.2015

Weil Martina Hingis nach einem langen Einzel nicht mehr einsatzfähig war, musste Viktorija Golubic für die Doppelspezialistin in die Bresche springen. Für die 22-jährige Zürcherin war es der erste Ernstkampf im Fed Cup.

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Interview mit Heinz Günthardt

1:31 min, vom 19.4.2015

Krimi bis zum Schluss

Es war ein Krimi sondergleichen, den Bacsinszky und Golubic im Doppel boten. Das neu formierte Duo startete bei seinem ersten gemeinsamen Auftritt fehlerhaft und verlor den ersten Satz klar 2:6.

In der Folge steigerten sich die Schweizerinnen beträchtlich und liessen ab Mitte des zweiten Durchgangs kein Break mehr zu - bis Bacsinszky beim Stand von 5:4 im dritten Satz zum Sieg aufschlug. Das Schweizer Duo führte 30:0, verlor aber die nächsten sechs Punkte. Danach wehrte es sich zweimal gegen den Matchverlust, ehe ihm zum 8:7 erneut ein Break gelang.

Und diesmal liess Golubic nichts mehr anbrennen. Nach 2:36 Stunden bedeutete ein Vorhand-Fehler Rosolskas, der klar schwächsten Spielerin auf dem Platz, die Entscheidung.

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Das Einzel von Martina Hingis

2:32 min, aus sportpanorama vom 19.4.2015

Hingis kann den Sack nicht zumachen

Nach den vier Einzeln hatte es 2:2 gestanden. Martina Hingis verpasste den entscheidenden Punkt für das Schweizer Team nur hauchdünn. Die 34-jährige Ostschweizerin unterlag der Polin Urszula Radwanska (WTA 114) in 2:20 Stunden 6:4, 5:7, 1:6.

Hingis führte bei ihrem Comeback im Fed Cup und in ihrem 2. Einzel nach siebeneinhalb Jahren 6:4, 5:2, ehe die ehemalige Nummer 1 der Welt sechs Games in Folge verlor. Im 3. Satz musste sie sich dann am Bein behandeln lassen und anschliessend auch für das Doppel Forfait erklären. Am Samstag hatte sie bereits gegen Urszulas wesentlich stärkere Schwester Agnieszka Radwanska verloren.

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Das Einzel von Timea Bacsinszky

0:51 min, aus sportpanorama vom 19.4.2015

Bärenstarke Bacsinszky bringt Schweiz in Führung

Zuvor hatte Timea Bacsinszky (WTA 22) die Schweiz 2:1 in Führung gebracht. Sie liess im Duell der beiden Nummern 1 Agnieszka Radwanska (WTA 9) mit 6:1, 6:1 nicht den Hauch einer Chance. In lediglich 69 Minuten gab die formstarke Waadtländerin noch ein Game weniger ab als am Tag zuvor gegen die jüngere Radwanska-Schwester Urszula.

Sendebezug: SRF zwei, sportpanorama, 18:15 Uhr, 19.04.2015