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Hitze, Dürre, Fluten So extrem kann das Wetter noch werden

Die menschgemachte Klimaerwärmung bewirkt, dass extreme Wetterphänomene deutlich häufiger und intensiver werden. Das bestätigt der neueste Bericht des Weltklimarats IPCC. Doch wie hängen diese Hitzewellen und Überschwemmungen genau mit der Erderwärmung zusammen?

Überflutete Ortschaften, vom Sturm gezeichnete Häuser oder staubtrockene Wiesen sieht man mittlerweile täglich in den Nachrichten. Doch gab es solche Extremwetter schon immer in diesem Ausmass oder führte der Klimawandel zu einer Zunahme? Der Klimawandel ist zwar nicht der einzige Faktor, der zu Extremwetter führt. Dennoch werden die extremen Wetterereignisse wegen des Klimawandels deutlich häufiger und intensiver. Das zeigt der neueste IPCC-Bericht deutlich.

So geht aus dem Bericht hervor, dass Hitzewellen, die früher alle 50 Jahre in einem Land auftraten, bei einer Erderwärmung von vier Grad Celsius im gleichen Zeitraum 39-mal auftreten werden. Ausserdem werden die extremen Regenfälle mit jedem Grad Celsius Erwärmung um sieben Prozent zunehmen. Wie aber hängt die Klimaerwärmung mit dem Extremwetter zusammen?

Wenn die Luft wärmer wird

Wenn es auf der Erde wärmer wird, wird auch die Luft wärmer. Und wärmere Luft nimmt mehr Feuchtigkeit auf. Dies führt zu intensiverem Regen – also Starkregen. Je stärker sich die Erde aufheizt, desto heftiger und häufiger wird das.

Dadurch nimmt aber nicht nur der Starkregen zu – mehr Regen heisst auch mehr Überschwemmungen, weil das viele Wasser nicht mehr versickern kann. Was noch dazu kommt: Wenn nun die Luft mehr Feuchtigkeit aufnimmt, führt dies an einem Ort zu mehr Regen, doch am anderen Ort fehlt die Feuchtigkeit. Die Folge sind Dürren.

Denkt man an die vergangenen Sturmtiefs und Überschwemmungen fragt man sich zurecht: Wie extrem können diese Wettersituationen denn noch werden?  «Um einiges intensiver», sagt die ETH-Professorin und Klimawissenschaftlerin Sonia Seneviratne. Sie ist Co-Autorin des Kapitels zu den Klimaextremen im internationalen Weltklimabericht und spricht mit SRF CO2ntrol Host Jara Helmi über die Prognosen.

Würden wir nichts gegen die Klimaerwärmung unternehmen, würde sie bis 2050 auf zwei Grad steigen. «Dann befänden wir uns in einer schlechten Situation», so Sonia Seneviratne. Um das zu verhindern, müssten wir gemäss Seneviratne die Emissionen ab sofort jedes Jahr um fünf bis sieben Prozent reduzieren. Das würde bedeuten, dass die Verbrennung von fossilen Brennstoffen wie Erdöl, Gas oder Kohle und deutlich verringert und langfristig komplett abgesetzt werden müsste.

50 Grad Celsius in Luzern im Jahr 2050? Was macht diese Prognose mit Ihnen? Lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen.

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Legende: SRF

Alle Folgen von «SRF CO2ntrol» finden Sie auf Play SRF.

CO2ntrol, 17.03.2022, 08:20 Uhr;

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21 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Liechti  (Walimann)
    Angesichts dieser Entwicklung, verursacht in erster Linie durch die massive Überbevölkerung, ist es mehr als erstaunlich, dass es immer noch gewisse Kreise gibt, welche den Gebrauch von Verhütungsmitteln ablehnen und erst recht gegen Abtreibungen wettern.
  • Kommentar von Walter Liechti  (Walimann)
    Ob man es gerne hört oder nicht: Das eigentliche Problem allen Übels ist die massive Überbevölkerung. Wenn sie die Menschheit nicht selbst in den Griff bekommt, und das ist leider offensichtlich der Fall, wird es die Natur selbst regeln.
  • Kommentar von Roland Brechbühl  (RoBre)
    Wir (die Menscheit) werden uns und unsere Lebensgrundlagen vergiften (z.B. Pestizide) und uns durch Kriege ausmerzen, bevor wir wegen zu viel Wärme aussterben......