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International Alex Salmond kündigt nach Niederlage seinen Rücktritt an

Nach dem verlorenen Referendum zur Unabhängigkeit hat Schottlands Ministerpräsident Alex Salmond seinen Rücktritt als Regierungschef und als Parteivorsitzender der SNP angekündigt.

Legende: Video Alex Salmond sieht Chance für Schottland abspielen. Laufzeit 0:59 Minuten.
Vom 19.09.2014.

Schottlands Ministerpräsident Alex Salmond hat nach dem verlorenen Referendum zur Unabhängigkeit seinen Rücktritt angekündigt. Er kandidiere auf dem Parteitag seiner Nationalpartei SNP Mitte November nicht mehr für das Amt des Parteichefs, sagte der 59-Jährige.

Der oder die neue Parteivorsitzende solle dann auch sein Amt als Ministerpräsident übernehmen.

Auch Wahlkampf 2015 steht an

Der neue Parteichef müsse die SNP auch in den Wahlkampf für die Wahl eines neuen Regionalparlamentes im Frühjahr 2016 führen, sagte Salmond. «Wir haben eine aufregende Situation, die eine neue Führung erfordert.»

Salmond ist seit 2007 «Erster Minister» Schottlands, zunächst an der Spitze einer Koalitionsregierung mit der Labour-Partei. 2011 errang er mit seiner sozialdemokratisch orientierten SNP die absolute Mehrheit.

Klug, schlitzohrig und strategisch brillant, so beschreiben Medien und Parteifreunde ihn. Salmond kann reden und hat Witz. Der leicht untersetzte 59-Jährige mit der hohen Stirn gilt aber auch als Polterer. Wie bei vielen seiner Landsleute schlägt Salmonds Herz für Golf und Pferderennen. Und: Die Unabhängigkeit von Grossbritannien war Salmonds grosse politische Vision.

Ganz zurückziehen will Salmond sich nicht, als Abgeordneter im Regionalparlament will er weiter Politik machen – die erste Reihe aber anderen überlassen. «Meine Zeit als Anführer ist fast vorbei», sagte er mit leicht geröteten Augen. «Aber für Schottland geht die Kampagne weiter. Und der Traum stirbt nie.»

6 Kommentare

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  • Kommentar von Jonas Klein, Pratteln
    Respekt. Ein Vorbild in vielerlei Hinsicht, er hat Grösse gezeigt.
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  • Kommentar von Christa Stierli, Pregassona
    Schade dass es diesmal nicht geklappt hat. Das wäre ein echt historischer Entschluss geworden. Aber das nächste Mal wird es sicher klappen. Schottland kann und muss unabhängig werden. NEVER GIVE IN..........
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  • Kommentar von Marco Ackermann, Zurich
    Gut so. Alex Salmond wäre die falsche Person nun über die weitere Zukunft von Schottland zu befinden. Seine sture und polarisierende Art würde den kommenenden Verhandlungen über Reformen nicht helfen. Good bye, Alex - dream on and enjoy being a British citizen.
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    1. Antwort von Christa Stierli, Pregassona
      Warum denn ein so sarkastischer Kommentar über eine demokratisch gefällte Entscheidung? Hut ab vor dem Mut den die Schotten mit dem Entscheid, diese Abstimmung zu wagen, bewiesen haben. And, like Winston always said "NEVER GIVE IN!"
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    2. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      @M. Ackermann: Einerseits hätte die "Sturheit von. A. Salmond vielleicht auch bei den anstehenden Verhandlungen den Schotten genützt. Andererseits haben Sie sicher recht, da ja nicht nur ein Modus-Vivendi mit den Schotten sondern auch mit den Engländern, Walisern und Nordiren gesucht und gefunden werden muss.
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    3. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      @Ch. Stierli: Schauen Sie sich einmal den Anteil Nein/Ja-Stimmenden in den diversen Wahlbezirken an. In den ländlichen und eher abgelegenen Gebieten war der Anteil der Nein-Stimmenden z.T. über 60%! Auch eher die gebildeten und jüngeren Schichten stimmten mehrheitlich mit Nein. Eine grundlegende Reform wird v. Westminster angetrieben u. hoffentlich zu einem guten Ende gebracht. Optimismus ist angesagt u. hat auch Chancen Erfolg zu haben.
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