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International Atempause vor Wochenendschicht

Der Verhandlungsmarathon um die Rettung Griechenlands wurde vorläufig unterbrochen. Nachdem das Treffen der Euro-Finanzminister zu keiner Einigung führte, waren auch den Staats- und Regierungschefs am EU-Gipfel die Hände gebunden. Die Hoffnungen liegen nun auf dem Wochenende.

Legende: Video Ein weiterer Tag ohne Ergebnisse abspielen. Laufzeit 1:16 Minuten.
Vom 25.06.2015.

Die Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen Gläubigern sind am Donnerstag vorerst gescheitert: Ein Sondertreffen der Euro-Finanzminister wurde am Nachmittag ergebnislos beendet. Ein EU-Vertreter kündigt ein neues Treffen der Euro-Gruppe für Samstagmorgen an.

Zwei Reformvorschläge, keine Einigung

Bereits zu Beginn des Treffens zeichnete sich ab, dass die Fronten zwischen Griechenland und seinen Geldgebern über ein weiteres Reformpaket nach wie vor verhärtet sind.

Laut Aussagen des griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis wurde intensiv über zwei unterschiedliche Dokumente mit Reformvorschlägen debattiert: Das eine stammte von Griechenland, das andere von den Geldgeber-Institutionen, sprich dem Internationalen Währungsfond (IWF), der Europäischen Kommission und der Europäischen Zentralbank (EZB).

Varoufakis fügte an, dass gewisse Finanzminister gegen beide Reformvorschläge Einwände angebracht hätten. Der finnische Finanzministers Alexander Stubb teilte mit, dass nun vorerst die drei Institutionen und die griechische Regierung die Arbeit fortsetzten.

Mehrwertsteuer und Renten als Streitpunkte

Gemäss EU-Währungskommissar Pierre Moscovici sind Mehrwertsteuer und Renten unverändert die Streitpunkte in den Verhandlungen. Zudem werde weiter diskutiert, wie das schuldengeplagte Land seine Haushaltsziele erreiche.

An den verhärteten Positionen konnte auch der Gipfel der EU-Staats und Regierungschefs nichts ändern. Im Gegenteil: Die Regierungschefs der Niederlande, Finnlands, der Slowakei sowie des Nicht-Euro-Landes Bulgarien hätten vom griechischen Regierungschef Alexis Tsipras verlangt, das Kompromissangebot der internationalen Geldgeber anzunehmen. Nach Angaben von EU-Diplomaten verlangte Tsipras dagegen, dass eine Lösung im Schuldenstreit von den Europäern und nicht vom IWF gefunden werden müsse.

Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte den Angaben zufolge, dass der EU-Rat für die Debatte der falsche Ort sei. Mehrere anderen Staats- und Regierungschefs hätten sich dem angeschlossen. Eine Einigung über ein Spar- und Reformpaket muss mit anderen Worten zunächst im «Forum» der Euro-Finanzminister zustande kommen.

Legende: Video Einschätzungen von SRF-Korrespondent Werner van Gent abspielen. Laufzeit 0:57 Minuten.
Vom 25.06.2015.

IWF beharrt auf Zahlungsfrist

Der IWF hat bekräftigt, Griechenland keinen Aufschub für die am Dienstag fällige Ratenzahlung zu gewähren. Es sei seit langem die Regel beim IWF, «Zahlungsfristen nicht zu verlängern», sagte der Sprecher Gerry Rice in Washington. Sollte Athen am 30. Juni nicht die fälligen rund 1,6 Milliarden Euro überwiesen haben, sei das Land «unmittelbar im Zahlungsrückstand», sagte Rice weiter.

In Athen sorgt die Haltung des IWF für Unmut. Wie SRF-Korrespondent Werner van Gent berichtete, seien viele Bürger der Ansicht, dass die Gläubiger eine eigene Agenda verfolgen würden: Ihr wahres Ziel bestünde darin, die Regierung Tsipras zu stürzen. Deshalb würden die Anforderungen der Institutionen immer wieder verschärft.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von elize naude, zürich
    ich habe die nase voll... glaube an nichts mehr was diese kasperltheater von sich gibt... allez zeichen auf dieser welt zielt auf ein 3. weltkrieg ab... adieu
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  • Kommentar von Kurt Wirz, Wilchingen
    Mit Ausnahme der Griechischen Delegation scheinen alle anderen Verhandlungs-"Partner" zu vergessen, dass es nicht nur um Kredite geht (von der die ganze EU im hohen Masse profitiert) sondern um die Zukunft von Millionen von Menschen. Es wäre deshalb gut, wenn man nicht nur um Zahlungsfristen und Steuersätze feilscht. Die Griechische Wirtschaft muss für die Bewältigung dieser Probleme angekurbelt werden. Jetzt braucht es eine neue Basis für alle Beteiligten und den Mut, neue Wege zu gehen.
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  • Kommentar von markus muenger, saasenheim
    Vertagung auf Samstag! Könnte es sein, dass man abwarten möchte bis alle Börsen dieser Welt geschlossen sind, bevor man an die Mikrofone tritt und den Grexit verkündet, um das Ganze etwas abfedern zu können? Ich bin sowieso der Meinung, dass dieser Grexit viel zu Heiss verkündet wird als er, dann sein wird. Es wird sicher einen ersten Schrecken geben aber bin mir ziemlich sicher, die Börsen werden sich innerhalb von 2-3 Wochen wieder erholt haben (ausser die Griechische vielleicht).
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    1. Antwort von Jens Brügger, Schaffhausen
      Börse?? Das griechische Volk?? Börse??
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