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International Auch Syriens Opposition spricht sich für Feuerpause aus

Im Bürgerkriegsland Syrien keimt ein bisschen Hoffnung auf: Eine bedeutende Oppositionsgruppe signalisiert Bereitschaft, die Waffen schweigen zu lassen.

Rebellen auf einem Transporter.
Legende: Mehr als Lippenbekenntnisse? Nun zieht auch eine bedeutende Rebellengruppe eine Waffenruhe in Betracht. Keystone

Nach der syrischen Regierung hat auch die wichtigste Oppositionsgruppe ihre Zustimmung zu einer geplanten Feuerpause im Bürgerkrieg signalisiert. Das sogenannte Hohe Verhandlungskomitee erklärte, man stehe der Idee einer zweiwöchigen Waffenruhe offen gegenüber.

Damit könne geprüft werden, ob die Gegenseite ernsthaft an einem Ende der Kämpfe interessiert sei, hiess es in einem Schreiben, das die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte.

Auch Kurdenmiliz will Waffen ruhen lassen

Zuvor hatte auch die einflussreiche Kurden-Miliz YPG angekündigt, der für Samstag geplanten Waffenruhe in Syrien zuzustimmen. Die von den USA und Russland verkündete Feuerpause habe grosse Wichtigkeit, erklärte YPG-Sprecher Redur Xelil auf Facebook. Man behalte sich aber das Recht vor, auf Angriffe zu antworten.

Die YPG beherrscht den grössten Teil der syrischen Grenze zur Türkei. Sie ist zugleich wichtigster Partner des Westens im Kampf gegen die Terrormiliz IS.

Der russisch-amerikanische Plan sieht vor, die Waffen ab Samstag schweigen zu lassen. Ausgenommen sind Kämpfe gegen radikale Islamistengruppen wie der IS.

Die syrische Regierung hatte dem Vorschlag bereits zugestimmt.

Zweifel an Russen

In den vergangenen Tagen hatte sich die Opposition noch skeptisch geäussert. Sie befürchtet, dass Russland und das syrische Militär unter dem Vorwand von Angriffen auf die Islamisten andere Rebellengruppen bombardieren könnte. Auch US-Präsident Barack Obama zeigte sich am Mittwoch zurückhaltend. Helfer der UNO bereiteten sich derweil auf einen gross angelegten Einsatz für die Zivilbevölkerung vor.

Das wurde zwischen den Russland und USA vereinbart:

  • Alle Konfliktparteien müssen bis Freitagmittag erklären, ob sie die Bedingungen annehmen.
  • Dann werden die russische und US-Armee gemeinsam Gebiete bestimmen, auf denen Gruppierungen tätig sind, die sich der Feuerpause anschliessen.
  • Dort werden weder syrische noch russische oder US-Kräfte Angriffe durchführen.
  • Die Vereinbarung gilt nicht für Gruppierungen, die vom UNO-Sicherheitsrat als Terror-Organisationen eingestuft sind, darunter der IS und die Al-Nusra-Front, ein Ableger von Al-Kaida. Diese werden weiterhin bekämpft.

5 Kommentare

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  • Kommentar von A. Schulze (A. Schulze)
    Wer ist diese bedeutende Oppositionsgruppe und welche Gebiete hält sie in welchem Teil des Landes? Also ehrlich, so eine schwammige Aussage. Wird denn garnichts hinterfragt und nur hingenommen? Schlimm
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  • Kommentar von Angela Keller (kira)
    Hoffnung keimt auf für Frieden. Es wäre für alle Syrer endlich ein Hoffnungsschimmer. Es muss endlich Frieden geben in diesem zerbomten Land. Fast nur noch Schutt und Asche und ein verletztes Volk sind übrig geblieben. Dabei hat es damals ganz harmlos angefangen mit Demos für mehr Freiheit und Selbstbestimmung gegenüber des Diktators Assad. Ich wünsche allen SyrerInnen, dass es nicht nur beim Waffenstillstand bleibt und der IS bekämpft wird. Wunschträume??
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  • Kommentar von Susanne Lüscher (Lol)
    Wem man hier nicht trauen kann ist den USA und der Türkei. Die werden etwas inszenieren, es den Russen in die Schuhe schieben und die Türkei wird den Bündnisfall ausrufen, damit die Nato endlich gegen Russland den schon lange gewünschten Krieg los treten kann.
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