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Affäre um Scheinbeschäftigung Hausdurchsuchung bei Fillon

Ermittler haben laut Medienberichten die Wohnung des französischen Präsidentschaftskandidaten François Fillon durchsucht.

Legende: Video «Hausdurchsuchung bei Fillon» abspielen. Laufzeit 1:08 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 03.03.2017.

Die Polizei hat gemäss Medienberichten die Wohnung von François Fillon durchsucht. Der Konservative steht wegen des Verdachts der Scheinbeschäftigung seiner Frau auf Parlamentskosten unter Druck.

Ermittler hätten sich bereits am Donnerstagvormittag in die Pariser Wohnung des Paars begeben, berichtete die Zeitung «Le Parisien» unter Berufung auf «übereinstimmende Quellen». «Die Durchsuchung wurde vor einigen Stunden beendet», hiess es am Abend aus dem Umfeld des früheren Premierministers. Weitere Angaben wurden nicht gemacht.

Dokumente beschlagnahmt

Die Durchsuchung wurde der Zeitung «Le Journal du Dimanche» aus dem Umfeld des Kandidaten bestätigt. Die Polizisten hätten mehrere Dokumente beschlagnahmt. Die Nationale Finanz-Staatsanwaltschaft äusserte sich nicht und verwies auf das Ermittlungsgeheimnis.

Fillon hatte am Mittwoch bekanntgegeben, dass er für den 15. März von den Ermittlungsrichtern vorgeladen ist. Dabei droht ihm die Eröffnung eines Verfahrens. Die Justiz ermittelt unter anderem wegen des Verdachts der Hinterziehung öffentlicher Gelder. Penelope Fillon war jahrelang als parlamentarische Mitarbeiterin für ihren Mann angestellt. Fillon weist den Vorwurf einer Scheinbeschäftigung zurück.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
    Sonderbar während viele Kommentatoren bei Le Pen eine Verschwörung wegen den Wahlen vermuten, scheinst bei Fillion keiner zu Interessieren,da finden es alle gut. Da sieht man wenn man Ideologisch Unterwegs ist das man auf einem Auge gut sieht aber gerne beim andern Blind ist. Mir ist es Persönlich egal wann und wo und wie Kriminelle Handlungen aufgedeckt sind und sie vor Gericht kommen, Mir ist wichtig das die Justiz seine Arbeit tut, und das tut sie bei Fillion und Le Pen und das ist gut so.
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    1. Antwort von Roger Stahn (jazz)
      Ich würde es Verhältnismässigkeit nennen. Marine Le Pen rechtfertigte sich so: «Ich bin Abgeordnete. Es ist meine Aufgabe, den IS anzuprangern. Täte ich das nicht, wäre ich als Abgeordnete nichts wert.» Während Herr Filion wahrscheinlich Steuergelder hinterzogen hat. Von Verdacht der Hinterziehung öffentlicher Gelder zu einem Bild veröffentlichen um IS anzuprangern, liegen Welten.
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    2. Antwort von m. mitulla (m.mitulla)
      Selbstverständlich ist auch der Wirbel um Fillon verdächtig. Wäre er schuldig, hätten die Untersuchungsbehörden längst die Unterlagen für eine Anklage beisammen. Die permanente Negativpräsenz in den Medien ohne Beweise für ein Fehlverhalten zu finden, erinnert ebenso an den politisch motivierten Fehlschlag gegen Dominique Strauss- Kahn wie der Wirbel um die von Marine Le Pen veröffentlichen Kriegsbilder.
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