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International Lastwagen-Konvoi wieder zurück in Russland

Alle Lastwagen des umstrittenen russischen Hilfskonvois sind nach Angaben der OSZE wieder nach Russland zurückgefahren. Derweil wirft die Nato Russland vor, Artillerie-Einheiten in die Ukraine verlegt zu haben.

Ein Zöllner stösst ein Grenztor auf. Hinter der Barriere steht ein weisser Lastwagen.
Legende: Russische Zöllner öffnen den Grenzübergang für die heimkehrenden Lastwagen in der russischen Region Rostow. Reuters

Sämtliche 227 Lastwagen des umstrittenen russischen Hilfskonvois sind laut der OSZE aus der Ukraine zurück nach Russland gefahren.

Legende: Video Merkel in Kiew / Hilfskonvoi zurück in Russland abspielen. Laufzeit 01:52 Minuten.
Aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 23.08.2014.

Mitte Nachmittag hätten alle Lastwagen die Grenze passiert, sagte der Leiter der OSZE-Beobachtermission am russischen Grenzposten Donezk, Paul Picard, der Nachrichtenagentur AFP.

Ein Reporter der Agentur AP auf der ukrainischen Seite der Grenze konnte in rund 40 Lastwagen hineinschauen. Er bestätigte, dass die Lastwagen leer waren.

Russland hatte am Freitagvormittag den seit Tagen an der Grenze blockierten Hilfskonvoi für die Not leidende Bevölkerung in der Ostukraine nach Lugansk geschickt. Und zwar ohne das Einverständnis der Ukraine und des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz.

Die Grenzübertretung hatte in der Ukraine, aber auch in der EU, bei der UNO und in den USA harsche Kritik ausgelöst. Die ukrainische Regierung hatte mehrfach die Befürchtung geäussert, dass mit dem Konvoi neue Waffen an die pro-russischen Separatisten geliefert werden könnten.

Nato: Russische Artillerie in die Ukraine

Derweil erhebt die Nato schwere Vorwürfe gegen Russland: In den letzten Tagen sollen mehrere Artillerieeinheiten über die Grenze gebracht worden sein. «Seit Mitte August haben wir mehrere Berichte einer direkten Beteiligung von russischen Truppen, inklusive der Luftstreitkräfte, Luftabwehreinheiten sowie Spezialeinheiten im Osten der Ukraine», sagte eine Nato-Sprecherin in der «New York Times». Zudem habe russische Artillerie auf ukrainische Truppen geschossen, «sowohl über die Grenze hinweg als auch von innerhalb der Ukraine».

Auch Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hatte Russland am Freitag vorgehalten, seit Mitte August seien russische Soldaten auf ukrainischem Gebiet aktiv.

Die Regierung in Moskau hat die Vorwürfe der Nato zurückgewiesen. Das berichtete die Agentur Interfax unter Berufung auf einen Sprecher des Verteidigungsministeriums. Man halte sich streng an das Völkerrecht.

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100 Kommentare

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  • Kommentar von Devin Mark, Zürich
    Immer wieder wird das Argument halb leere Lastwagen genommen um irgend welche Sachen zu unterstellen.Noch einmal für alle!!...es gab nur wenige Lastwagen die halb voll waren, der Grund dafür ist,wenn es ausfälle gibt kann man noch umladen!! Das wird von jeder Hilfsorganisation so gemacht und wurde auch vom Roten Kreuz bestätigt,dass das eine gängige praxis ist! Könnt ihr eigentlich noch selbst denken? @Josi Was schreiben Sie denn da? RU von UA Kriegstechnologie stehlen? Ich lach mich kaput...
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  • Kommentar von Alfred Josi, Frutigen
    Jetzt ist mir klar um was es da ging: mit halbleeren Lastwagen reinfahren, paar Säcke Reis ausladen, Kriegstechnologie stehlen und wieder raus! und natürlich das ganze noch in den Medien ausschlachten! Die Ukraine will keine "hilfe" von Russland weil sie wissen was das heisst.
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    1. Antwort von W. Helfer, Zürich
      A. Josi. Es ist einfach unglaublich, dass es noch immer Menschen ausserhalb der Poitik gibt, welche vor lauter Kriegslust das Elend der betroffen Menschen einfach ausblenden.
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    2. Antwort von Werner Christmann, Stein am Rhein
      Nein bitte Alfred Josi: Dieser Kommentar macht wirklich keinen Sinn. Die eigene Kriegstechnologie stehlen? Und dann: Wenn sie wirklich nichts mehr haben ist es völlig egal woher die Hilfe kommt, Hauptsache sie kommt.
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    3. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      @A. Josi: Glauben Sie tatsächlich was Sie schreiben? Was bitte für Kriegstechnologie sollte Russland der ukrainischen Armee denn stehlen wollen, wo sie doch betreffend Waffen inkl. Technologien um ein vielfaches besser "aufgestellt" sind? Und oft sind solche Lügengeschichten Auslöser für Konflikte & schüren Hass & Unfriede. Genau das macht die Regierung in Kiew. Man sollte ihr nicht nacheifern!
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  • Kommentar von Werner Wüthrich, Wabern
    Wer an fundierten Informationen zum Ukrainekonflikt interessiert ist, lese den Hinweis auf ein Buch zu diesem Thema, das am 20. August erschienen ist: http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Ukraine1/buch.html
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