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International Putin versetzt Truppen in Gefechtsbereitschaft

Der Kremlchef will bis Ende Juni die Kampfbereitschaft seiner Armee in Zentralrussland überprüfen. Bei den Manövern nehmen 65'000 Soldaten teil.

Zwei Transporthelikopter der russischen Armee.
Legende: Russische Militärhelikopter bei einem Manöver Ende April 2014. Keystone

Russlands Präsident Wladimir Putin hat seine Truppen in Zentralrussland in «volle Gefechtsbereitschaft» versetzt. Das melden russische Nachrichtenagenturen. Bei Manövern werde bis Ende Juni die Kampfbereitschaft der Armee überprüft, teilte Verteidigungsminister Sergej Schoigu mit.

Der Ort des Manövers liegt Tausende Kilometer von der russisch-ukrainischen Grenze entfernt. Das Militär organisiert jedes Jahr mehrere solcher Manöver. Diesmal sind nach Angaben des Generalstabs in Moskau 65'000 Soldaten beteiligt. Die Streitkräfte sollen bis zum 1. Juli in ihre Garnisonen zurückkehren.

Vorwürfe aus Kiew

Moskau stand zuletzt wegen Manövern und Truppenkonzentrationen an der Grenze zur Ostukraine in der Kritik. Die Ukraine hatte Russland vorgeworfen, durch die Truppenpräsenz den Konflikt in der Ex-Sowjetrepublik anzuheizen.

Im Raum Tscheljabinsk nehmen nach Militärangaben auch Fallschirmjäger an dem Manöver teil. Geübt werde der Einsatz von Militärtechnik, darunter auch mehr als 180 Flugzeuge sowie etwa 60 Hubschrauber, sagte Generalstabschef Waleri Gerassimow.

16 Kommentare

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  • Kommentar von W. Helfer, Zürich
    Für die nicht so gut Informierten. Es sollte natürlich auch heissen "Vorwürfe der NATO" und "Moskau steht erneut........". Einfach mal "russland verstärkt truppen an grenze" googln. Rasmussen würde es positiv sehen, wenn es für die Schliessung der Grenze für Waffen und Kämpfer wäre. Aber er sehe etwas Anderes. Und was ja die USA/NATO so alles sieht, wissen ja die breit informierten Leute schon längst.
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    1. Antwort von Werner Wyssmann, 4552 Derendingen
      @W. Helfer: Sie haben aber Ihren Clausewitz gut gelesen. Was russischerseits letzte Woche ablief, war militärtheoretisch als Vorhut zu verstehen: "Bei der Vorhut handelt es sich um eine kleinere militärische Einheit. Ihre Aufgabe ist die Aufklärung, das Besetzen wichtiger Positionen und das Gewinnen von Zeitvorteilen" (aus Wikipedia)
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  • Kommentar von E. Waeden, Kt. Zürich
    @K. Huber: Dann verstehe ich umso mehr die erneuten Ankündigungen betreffend Sanktionen gegen Russland von der Merkel, Obama & Hollande nicht. Wenn Russland weit ab von den Grenzen zur Ukraine Manöver durchführt, ist es ja dann keine Bedrohung. Die NATO macht in Ländern des Osten übrigens dasselbe & verstärkt da massiv die Truppen & schickt Kriegsschiffe & Kampfjets. Um diese Länder vor Russland zu "beschützen". Aber wenn Russland die Ost-Ukraine "beschützen" will, gibt es Zeter & Mordio!
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  • Kommentar von P. Gut, Zürich
    Bei der monatelanger tagtäglicher Drohung,Drohung,Drohung,Drohung von Deutschland-Merkel und USA, wurde es nun höchste Zeit, dass Putin insbesondere die Deutschen Drohungen ernst nimmt und umgehend Mannöver in der Grenzregion mit 65'000 Mann sicher stellt. Die Deutschen sind und bleiben für mich mit ihren angefangenen zwei Weltkriegen mit >70 Millionen Tote die unberechenbarste und wieder die absolut NICHT vertrauenswürdigste Nation in ganz Europa! Die 30er Jahren lassen wieder grüssen aus D!
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    1. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Da braucht jemand wieder Geschichtsunterricht. Wer im 1. Weltkrieg seine Truppen zuerst in Marsch setzte - angeheizt von einem franz. Minister, der Zar Nikolaus gerade zu diesem Zweck besuchte -, waren die Russen, und auch den 2. Weltkrieg hätte Hitler ohne die Rückendeckung durch den Hitler-Stalin-Pakt kaum begonnen. Heute wissen wir, dass vor allem in Paris und London - auch mit einem gewissen W. Churchill - vor 1914 viel mehr auf einen Krieg hingearbeitet wurde als in DE.
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