SpaceshipTwo zu früh abgebremst

Was ist die Ursache für den Absturz des SpaceshipTwo? Die Ermittlungen laufen noch auf Hochtouren. Erste Untersuchungen zeigen jedoch: Es gab Probleme mit den Bremsen.

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Absturz von «SpaceShipTwo»

1:25 min, aus Tagesschau vom 1.11.2014

Am Freitag kam es zur Katastrophe: Die Raumfähre SpaceShipTwo zerschellte bei einem Testflug kurz nach dem Start, der Kopilot kam dabei ums Leben. Der Pilot sprang mit dem Fallschirm ab. Er liegt derzeit im Spital.

Inzwischen untersuchten Ermittler die Wrackteile. Dabei sickern erste Erkenntnisse durch: Das Fahrzeug sei zerbrochen, nachdem eine Bremsvorrichtung vorzeitig ausgelöst worden sei, teilte die US-Verkehrsbehörde NTSB mit.

Keine Fehler bei Tanks und Antrieben

NTSB-Sprecher Christopher Hart sagte, die Absturzursache sei noch nicht geklärt. Doch habe man festgestellt, dass das System zum Abbremsen des Flugzeugs auf dem Rückweg zur Erde zu früh aktiv gewesen sei. Die Tanks und Antriebe des SpaceShip Two wiesen hingegen keine Anzeichen von Fehlern auf, fügte der Sprecher hinzu.

Trümmer zeugen vom Absturz.

Bildlegende: Die Trümmer in der Mojave-Wüste geben Aufschluss über den Unfallhergang. Imago

«Ein Pilotenfehler könnte eine mögliche Ursache sein», sagte Hart weiter. Die Suche könne noch viele Monate dauern. Ermittler hätten am Absturzort in der Mojave-Wüste in Kalifornien fast alle nötigen Wrackteile für die Untersuchung bereits geortet.

«Das Weltall ist hart»

SpaceShipTwo war das Prestige-Objekt des britischen Milliardärs Richard Branson. Nach dem Absturz zeigte sich Branson «schockiert». Dennoch will der Brite das Projekt nicht aufgeben. «Das Weltall ist hart – aber es lohnt sich», sagte er. «Wir werden durchhalten und gemeinsam voranschreiten.»

Branson selber wollte dereinst zu den ersten Weltraum-Passagieren gehören. Und er war nicht der einzige, den das Weltall lockte: Auch Stars wie Tom Hanks, Justin Bieber oder Angelina Jolie hatten ein Ticket für sechs Minuten Schwerelosigkeit gekauft. Trotz eines stolzen Preises von 250‘000 Dollar pro Billett wurden bereits 700 Tickets verkauft.